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Mehr Ranger fürs Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Flyer aus dem Ranger-Rucksack helfen bei der Information übers Biosphärengebiet.
Die Ranger informieren übers Biosphärengebiet. Foto: Christine Dewald
Die Ranger informieren übers Biosphärengebiet.
Foto: Christine Dewald

MÜNSINGEN/REUTLINGEN. Zur Kritik der Naturschutzverbände, dass die Natur im Biosphärengebiet Schwäbische Alb durch den Ansturm von Ausflüglern zunehmend unter die Räder komme, nimmt jetzt auch die Verwaltung des Modellgebiets Stellung. Grundsätzlich begrüßt das Biosphären-Team, dass »die Menschen das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und die vielfältige Kulturlandschaft für sich als Erholungs- und Lebensraum (wieder) entdecken«. Das Interesse an der heimischen Natur dürfe freilich zu keinen negativen Auswirkungen für Tiere und Pflanzen führen.

»Das gestiegene Besucheraufkommen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, aber auch in den anderen baden-württembergischen Großschutz- und Naturschutzgebieten, und dessen Folgen sind bereits seit dem ersten Lockdown vergangenen Jahres ein Thema, welches die Biosphärengebietsgeschäftsstelle, aber auch die Naturschutzverwaltung im ganzen Land beschäftigt«, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Intensive Gespräche

Deshalb seien in den vergangenen Monaten intensiv Gespräche mit betroffenen Kommunen, dem hauptamtlichen Naturschutz sowie der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb geführt worden. Besucherlenkungskonzeptionen wurden entwickelt und daraus – wie beispielsweise am Uracher Wasserfall – konkrete Maßnahmen umgesetzt. Die hauptamtlichen Ranger sind im Biosphärengebiet unterwegs und suchen das Gespräch mit den Gästen, sensibilisieren für die geschützten Lebensräume und versuchen steuernd einzugreifen. Auch der Lenkungskreis Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat in seiner Sitzung im Februar die Thematik aufgegriffen und die Schaffung einer weiteren Rangerstelle für das Modellgebiet beschlossen.

Die Schaffung weiterer Rangerstellen hatten auch die Naturschutzverbände in ihrem Forderungspapier vorgeschlagen. Außerdem müssten beim Ausbau touristischer Infrastruktur gründlicher als bisher die Folgen für die Natur bedacht werden, so die Verbände. (pm)