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Aktuell Programm

»Spiegeljahre« und historische Hochkaräter in der Stadtbücherei Pfullingen

Halbjahresprogramm aufgelegt. Felix Huby liest in Pfullingen aus seinem neuesten Roman

Felix Huby liest aus seinem autobiografischen Roman »Spiegeljahre«.  FOTO: STRÖHLE
Felix Huby liest aus seinem autobiografischen Roman »Spiegeljahre«. FOTO: STRÖHLE
Felix Huby liest aus seinem autobiografischen Roman »Spiegeljahre«. FOTO: STRÖHLE

PFULLINGEN. Die Stadtbücherei Pfullingen ist ein Träger des kulturellen Lebens in der Stadt. Ein Blick auf das Halbjahresprogramm der Einrichtung bestätigt das: Vernissagen, Lesungen, eine Talkrunde finden sich in dem abwechslungsreichen Programm.

Den Auftakt macht die Vernissage von Wolfgang Weiler am Donnerstag, 14. März, um 19.30 Uhr. Unter dem Titel »ad libitum« zeigt er in der Stadtbücherei Zeichnungen und Acrylbilder. Weiler, Jahrgang 1944, lebt und arbeitet seit 1973 in Pfullingen. Er hat an Kursen für Porträt, freies Zeichnen sowie für Malerei und Grafik mit den Schwerpunkten Entwurf, Bildaufbau und Holzschnitt teilgenommen. Seit 1980 ist er Mitglied im Kunstkreis Pfullingen. Die Einführung übernimmt Wolfgang Rätz, für die Musik sorgt »Cptn. Coffee«. Die Ausstellung ist bis zum 27. April geöffnet.

Felix Huby liest am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr aus seinem dritten autobigrafischen Roman »Spiegeljahre«. In den 1970er-Jahren ist Hubys Alter Ego Christian Ebinger als »Spiegel«-Korrespondent bei wichtigen Ereignissen mit dabei – ob bei den Anfängen der Anti-Atomkraft-Bewegung oder den Stammheimer Prozessen gegen die Baader-Meinhof-Gruppe. Der Eintritt zur Kooperationsveranstaltung mit der VHS Pfullingen kostet acht Euro.

Leidenschaftliches Leben

An ein leidenschaftliches Leben in Ost und West erinnert am Donnerstag, 11. April, um 19.30 Uhr Gertraude Ralle. »Zeitgeschichte. Schicksal. Selbstbestimmung« ist der Blick zurück der Ärztin auf ihr Leben mit all den unerwarteten Verwicklungen, Sehnsüchten und Wünschen überschrieben. Die Autobiografie spiegelt nicht nur die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im geteilten Deutschland wider. Sie schildert, wie eine Diktatur Menschen gefangen hält und in ihrer Lebensentfaltung behindert, wie unterschiedlich prägend die Trennung Deutschlands auf Bewusstsein, Lebensgefühl und Handeln gewirkt hat. Die Einführung übernimmt Klaus Tross.

Beim »Talk auf dem Pfulben« am Donnerstag, 9. Mai, um 19.30 Uhr wartet wieder ein Überraschungsgast. Er wird Spannendes aus seinem Leben berichten (in Kooperation mit i’kuh und RTF.1).

»The boy who left home« sind die Arbeiten von Christian Haag überschrieben, die von Samstag, 25. Mai, an in der Bücherei zu sehen sind. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr. Haag, geboren 1969 in Waiblingen, hat an der Freien Kunstschule Nürtingen studiert, dann an der Fachhochschule für Gestaltung, Schwäbisch Hall. Er hat ein Diplom für Kunst und Kulturdesign. 2007 bis 2018 wohnt Haag in London, zahlreiche Ausstellungen und Projekte national und international. Die Serie »The boy who left home« ist durch die Romane des japanischen Autors Haruki Murakami inspiriert. Die Einführung hält Felicitas Vogel. Im Begleitprogramm der Ausstellung, die bis zum 27. Juli läuft, liest am Mittwoch, 5. Juni, um 17.30 Uhr Felicitas Vogel auf dem Passyplatz Murakami. Dazu gibt es Asahi Beer.

»Der Duft des Todes« prägt den sommerlichen Leseabend mit Rainer Rudloff am Mittwoch, 17. Juli, um 19.30 Uhr. »Der Name der Rose« und »Das Parfum« sind zwei historische Hochkaräter und Bestseller, die hier in einer packenden Lesung präsentiert werden. Die Geschichte über den Mörder mit dem genialen Geruchssinn sowie das mittelalterliche Drama um Mord und Intrigen in einer italienischen Benediktinerabtei werden von dem Schauspieler und Sprachkünstler Rainer Rudloff vorgetragen. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Vorzumerken lohnt sich auch die Veranstaltung der Freunde der Stadtbücherei am Samstag, 6. Juli, um 20 Uhr im Klostergarten. Dort ist Chrysi Taoussanis und präsentiert mit »Oh Neurosen aus Athen« eine halb-griechische Tramödie. (eg)