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Pfullinger Innenstadt-Trasse der Regionalstadtbahn im Fokus

Der Kreisverband der Grünen hatte schon eine Präferenz für die Stadtbahn-Trasse durch die Pfullinger Innenstadt erklärt, bevor im Kreistag über die Machbarkeitsstudie für die Strecke von Pfullingen bis Engstingen beraten wurde. Nun gibt es weitere Befürworter diese sogenannte Variante 2.

Der Tram-Train könnte in absehbarer Zukunft auch durch Pfullingen fahren. Offen ist noch, welche Trasse die Regionalstadtbahn nu
Der Tram-Train könnte in absehbarer Zukunft auch durch Pfullingen fahren. Offen ist noch, welche Trasse die Regionalstadtbahn nutzen wird. Foto: tricon
Der Tram-Train könnte in absehbarer Zukunft auch durch Pfullingen fahren. Offen ist noch, welche Trasse die Regionalstadtbahn nutzen wird. Foto: tricon

PFULLINGEN. In der Studie waren zwei Trassenvarianten für die geplante Regionalstadtbahn Neckar-Alb untersucht worden. Die Variante 1 verläuft auf der ehemaligen Trasse der Echaztalbahn. die Variante 2 auf der Marktstraße, der Großen Heerstraße und der Klosterstraße mitten durch die Innenstadt. Auf dem Pfullinger Rathaus tendiere man anscheinend mehrheitlich zur alten Bahntrasse, erklärt Peter Stary von der VCD-Kreisgruppe Reutlingen in seiner Mitteilung. Diese sei billiger, in der Marktstraße und in der Innenstadt müsse weniger umgebaut werden, zudem gebe es weniger Konflikt mit dem vorhandenen Straßenverkehr.

Doch das sei eine konservative Sicht. »Die Regionalstadtbahn ist ein Zukunftsprojekt, das neue verkehrliche Fakten und Möglichkeiten zur weiteren Stadtentwicklung schafft, sofern man es nicht stiefmütterlich umsetzt«, heißt es weiter in der Mitteilung. Erfahrungen anderer Regionen zeigten, dass Satellitenstädte im Einzugsgebiet von Großstädten aufgewertet werden, wenn die Stadtbahn ihr Zentrum anfährt. Nach Ansicht des VCD ist es jetzt höchste Zeit, die Pfullinger Bürger in die Diskussion der Trassen-Varianten mit einzubeziehen.

Gehört werden zu dem Thema möchte auch der Gewerbe- und Handelsverein Pfullingen (GHV). »Wir sind gespannt, ob die Stadt uns in die Beratungen einbeziehen wird«, sagt Sabine Schenk vom GHV-Vorstand auf Nachfrage des GEA. Bisher habe es diesbezüglich noch keinen Kontakt mit der Stadtverwaltung gegeben.

Sie ist davon überzeugt, dass Händler, Gewerbetreibende und Dienstleister sich mit großer Mehrheit für eine Regionalstadtbahn-Trasse mitten durch die Stadt aussprechen würden. »Die Bahn sollte die Kunden so nah an unsere Geschäfte heranbringen, wie möglich«, erklärt Sabine Schenk. Denn die Nähe zu einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs sei oft entscheidend dafür, ob ein Kunde zum Beispiel einen bestimmten Laden oder Arzt aufsuche. »Die Straßenbahn fuhr früher durch die Kirchstraße«, sagt sie, »das war optimal.« (GEA)