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Das Holzelfinger Kultturnier kommt wieder gut an

112 Herrenmannschaften und zwölf Frauen-Teams nehmen beim Nacht-Elfmeterschießen des TSV Holzelfingen teil. Teilnehmer und Zuschauer sind begeistert.

Und Schuss: Frauen und Männer traten beim Elfmeter-Turnier an. Inzwischen ist das Event des TSV Holzelfingen Kult. Denn auch das
Und Schuss: Frauen und Männer traten beim Elfmeter-Turnier an. Inzwischen ist das Event des TSV Holzelfingen Kult. Denn auch das Rahmenprogramm stimmt. FOTOS: LEIPPERT Foto: Ottmar Leippert
Und Schuss: Frauen und Männer traten beim Elfmeter-Turnier an. Inzwischen ist das Event des TSV Holzelfingen Kult. Denn auch das Rahmenprogramm stimmt. FOTOS: LEIPPERT
Foto: Ottmar Leippert

LICHTENSTEIN-HOLZELFINGEN. Dieses Turnier ist Kult – und zwar in der ganzen Region und schon seit Jahren. Auch die 15. Auflage des Nacht-Elfmeterschießens des TSV Holzelfingen begeisterte Teilnehmer und Zuschauer. Weil vor drei Jahren aufgrund der jährlich steigenden Teilnehmerzahlen (bis zu 150 Teams) mit 124 Mannschaften vom Veranstalter aus Organisationsgründen ein Limit gesetzt werden musste, war auch dieses Jahr die Starterliste ruckzuck voll.

»Bei den Herren gab es sogar wieder eine Warteliste«, erklärte Marcel Bradl vom Orga-Team. »Nur die Anmeldung bei den Damen war zum ersten Mal ein wenig schleppend«, ergänzte Turnierleiter Benjamin Brändle. Perfektes Abendwetter mit angenehmen 25 Grad und strahlendem Sonnenschein sorgte für richtig gute Laune bei den zugelassenen 112 Herren-Mannschaften und 12 Damenteams. Und wie jedes Jahr fielen viele durch teils absonderliche Namen auf. Da spielten die »Trinkerbells« gegen »Der Klügere kippt nach« oder die »Schluckspecht Schoschonen« gegen den »FC Schiaß daneba«.

Foto: Ottmar Leippert
Foto: Ottmar Leippert

Auch die Trikots oder das gesamte Outfit von einigen konnten sich sehen lassen. Leuchtend pinkfarbene Shorts neben prall gelben Oberteilen und Warnwesten verschiedener Couleurs fielen den Zuschauern gleich ins Auge. Jeweils mindestens fünf Personen bildeten eine Mannschaft. Das klasse Wetter sorgte für gelöste Stimmung bei den Teilnehmern. »Wir rauben allen anderen den Sieg und an der Bar später dann den Schnaps«, witzelten etwa »Balthasar« alias Tobias und »Schreini« alias Chris von den »Reudigen Räubern« aus Sonnenbühl und Melchingen im Vorfeld. Leider wurde nichts daraus, denn im Viertelfinale mussten sich die Jungs »Juventus Urin II« geschlagen geben.

Perfekter Spielplan

»Chillerbänkle« nahm zum ersten Mal teil und flog schon nach der Vorrunde raus. »Bloß unsere Lena ist aktive Fußballerin – wir anderen machen andere Sportarten«, trugen es die Mädels aber mit Fassung. Und obwohl die SGM Alb-Lauchert aus Gammertingen-Bronnen komplett mit aktiven Fußballerinnen besetzt war, war trotzdem im Viertelfinale Schluss. »Aber wir machen aus Spaß mit und spielen halt gern Fußball«, bekräftigte Valentina.

Ein über die Jahre perfektionierter Spielplan sorgte dafür, dass das Turnier reibungslos ablaufen konnte. Zuerst mussten die Teams in einer ausgelosten Gruppe antreten, dann galt es im K.-o.-System weiterzukommen. Gespielt wurde auf neun Tore, die akkurat im Halbkreis aufgestellt waren.

Weil der TSV nicht so viele Tore sein Eigen nennen kann, waren sie wieder von Nachbarvereinen ausgeliehen worden. »Wir haben die Tore aber alle mit unseren blau-weißen Netzen ausgestattet«, erklärte Schriftführer Toni Schwarz, dass das Turnier schließlich auch durch seine Qualität so gut bei den Teilnehmern ankomme. Deswegen habe der Verein auch extra 18 neue Bälle gekauft.

Zum ersten Mal allerdings habe sich der TSV dazu entschlossen, für die Anmeldung etwas schärfere Regularien einzuführen. »Alle, die ihren Teilnahmebeitrag bis Mittwoch nicht bei uns eingezahlt hatten, sind rausgeflogen«, betonte Schwarz, dass nur so die Auszahlung der Gewinnprämien (immerhin 250 Euro für den Ersten, 150 Euro für den Zweitplatzierten und 100 Euro für den Dritten bei den Herren sowie 150 Euro Siegprämie für die Ersten, 100 Euro für die Zweiten und 50 Euro für die Drittplatzierten bei den Damen) auch wieder ausbezahlt werden könnten.

Engagierte Helfer

Premiere hatte auch ein eingesetzter Sicherheitsdienst. »Wir möchten, dass sich unsere Gäste wohl und gerade auch bei Nacht dann sicher auf der Anlage fühlen«, hob Schwarz hervor. Ein Riesenlob sprach der Schriftführer schließlich auch noch den vielen Helfern aus. »Das ist einfach gigantisch, wie die alle zur Stange halten«, denn erst vergangenes Wochenende hatten sie den 91. Lichtensteinlauf mit über 300 Teilnehmern bewerkstelligt. Kurz nach Mitternacht wurden dann die Sieger gekürt. Der »1. FC Relegation« gewann vor »Don’t worry be soffen« und »adiletten« bei den Damen. Bei den Herren holte sich »Schwertfisch« den Sieg vor »MiHaboMo 2« und »Ich kann’s nicht lesen 1«. Danach gab’s nur noch Party mit DJ Tim Bayer. (GEA)