Logo
Aktuell Bürgerbegehren

Statt ein Kombibad zu bauen, sollten die Metzinger Bäder saniert werden

Für sie ist die Entscheidung des Gemeinderats falsch, ein Kombibad zu bauen. Sie wollen stattdessen, dass Frei- und Hallenbad saniert und erweitert werden. Deshalb strebt eine Gruppe Metzinger Bürger einen Bürgerentscheid an.

Die Stadt Metzingen setzt den Bürgerdialog fort: Jetzt geht es um die Ausstattung des künftigen Kombibades. Archivfoto: Pfistere
Die Stadt Metzingen setzt den Bürgerdialog fort: Jetzt geht es um die Ausstattung des künftigen Kombibades. Archivfoto: Pfisterer Foto: Markus Pfisterer
Die Stadt Metzingen setzt den Bürgerdialog fort: Jetzt geht es um die Ausstattung des künftigen Kombibades. Archivfoto: Pfisterer
Foto: Markus Pfisterer

METZINGEN. Der Metzinger Gemeinderat hatte, wie berichtet, ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen nach umfangreichem Bürgerbeteiligungsprozess beschlossen, im Sport- und Freizeitgelände ein modernes Kombibad zu bauen. Demnach wird das bestehende Freibad aufgegeben und geprüft, ob das mitten in der Stadt gelegene Hallenbad als Lehrschwimmbecken erhalten werden kann. Für eine Gruppe Metzinger Bürger ist das indiskutabel: Beide Bäder müssen ihrer Meinung nach erhalten werden, wobei sie der Überzeugung sind, dass die ausdrücklich gewünschten Erweiterungen an den alten Standorten möglich sind. Am Samstag stehen sie erstmals auf dem Wochenmarkt, um für ihre Ziele zu werben.

Die Argumente, die sie anführen, sind bekannt: zum Beispiel die gute Erreichbarkeit der Bäder, in deren Umfeld viele Kinder wohnen, beim Hallenbad kommen noch die in unmittelbarer Nähe liegenden Schulen hinzu. »Für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sind beide Bäder bequem zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen.« Was im Sport- und Freizeitgelände nicht mehr der Fall sei. Dafür müsste eine eigene Buslinie eingerichtet werden, betonen sie. Allein die Lage führe zu mehr Verkehr, der nicht entstünde, wenn die Bäder dort blieben, wo sie sind. Eine Tatsache, die bei der Entscheidungsfindung nicht ausreichend gewürdigt wurde, sagen die Vertreter der Initiative.

Beide Bäder bieten demnach ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten. An das Hallenbad könnte problemlos eine weitere Schwimmhalle angebaut werden. Beim Freibad sei genügend Platz, um ein neues wettkampftaugliches Schwimmbecken zu bauen.

Hinzu kommen die Kosten: Bei einem Kombibad müsse mit 25 bis 35 Millionen Euro gerechnet werden, wie vergleichbare Projekte in anderen Städten zeigten. Die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Bäder sei mit 8,5 Millionen Euro möglich, eine Zahl, die die Initiative aus einem früheren Gutachten zu den Bädern heranzieht. (GEA)