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Rekordverdächtig: B27-Blitzer schlägt 205.000 Mal zu

Die Blitzersäulen an der B 27 bei Walddorfhäslach verzeichnete seit Mai rekordverdächtige 205 000 Tempoverstöße

So unscheinbar und im Schatten der Brücke versehen die beiden Blitzer-Säulen seit Mai ihren Dienst und entwickelten sich aus Beh
So unscheinbar und im Schatten der Brücke versehen die beiden Blitzer-Säulen seit Mai ihren Dienst und entwickelten sich aus Behördensicht schnell zu einem Erfolgsmodell. Mittlerweile registrieren sie weniger Tempoverstöße. FOTO: BERNKLAU
So unscheinbar und im Schatten der Brücke versehen die beiden Blitzer-Säulen seit Mai ihren Dienst und entwickelten sich aus Behördensicht schnell zu einem Erfolgsmodell. Mittlerweile registrieren sie weniger Tempoverstöße. FOTO: BERNKLAU

WALDDORFHÄSLACH. Die beiden Tempomessanlagen auf der autobahnähnlichen B 27 bei Walddorfhäslach sind weiterhin Thema – nicht nur bei Auto- oder Lastwagenfahrern in der Region. Die Diskussion um ihren Standort und die außergewöhnlich hohe Zahl der Tempoverstöße, die sie bislang schon dokumentiert haben, könnte sogar bundesweite Dimensionen annehmen.

Die nackten Zahlen sprechen für sich: Seit die beiden Säulen vom Typ Traffistar S 350 Mitte Mai ihren automatischen Dienst aufgenommen haben, sind nach Zahlen des zuständigen Landratsamtes Reutlingen etwa 205 000 Temposünder »geblitzt« worden. Hochgerechnet etwa einer pro Minute oder täglich rund 1400. Besonders häufig schossen die beiden Hightech-Automaten ihre digitalen Fotos in der Zeit als auf dem Streckenabschnitt der B 27 eine mehrerer Kilometer lange Baustelle auf beiden Fahrtrichtungen eingerichtet war. Denn bis Ende September galt in dieser Baustelle die Höchstgeschwindigkeit 60 Stundenkilometer.

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Die Blitzersäulen an der B 27 bei Walddorfhäslach verzeichnete rekordverdächtige 205 000 Tempoverstöße.

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Bei den »geblitzten« Autofahrern sorgte gerade der Aufbau und die Streckenführung in der Baustelle für Ärger und Unverständnis. Denn die beiden Blitzer standen in einem Baustellenbereich, der nicht leicht als solcher zu erkennen war. Viele wähnten sich deshalb bereits am Ende der Baustelle und gaben entsprechend Gas. Nur die Tempo-60-Schilder und blinkende gelbe Warnleuchten ließen darauf schließen, dass die Baustelle eben noch nicht beendet war. Einige hundert Meter nach den Blitzern war die Baustelleneinrichtung mit gelben Fahrbahnmarkierungen und Absperrbaken wieder deutlich als solche erkennbar.

Verantwortlich für die monatelange eingerichtete Baustelle war das Regierungspräsidium Tübingen. Die Tempomessanlagen liegen dagegen in der Verantwortung des Landratsamtes. (GEA)