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Aktuell Jubiläum

Musikalisch die Weite der Alb vermittelt

Hundert Jahre Posaunenchor in Böhringen: Zum Abschluss des Jahres gab es noch Ehrungen

Ehrungen zu 100 Jahre Posaunenchor Böhringen (von links): Dirigentin Gisela Scheu, Annemarie Raiser, Hansmartin Loser, Gerhard M
Ehrungen zu 100 Jahre Posaunenchor Böhringen (von links): Dirigentin Gisela Scheu, Annemarie Raiser, Hansmartin Loser, Gerhard Müller, Gottfried Müller, Karin Beck, Bezirksposaunenwart Peter Mayer. FOTO: PRIVAT/EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE BOEHRINGEN
Ehrungen zu 100 Jahre Posaunenchor Böhringen (von links): Dirigentin Gisela Scheu, Annemarie Raiser, Hansmartin Loser, Gerhard Müller, Gottfried Müller, Karin Beck, Bezirksposaunenwart Peter Mayer. FOTO: PRIVAT/EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE BOEHRINGEN

RÖMERSTEIN-BÖHRINGEN. Aller guten Dinge sind drei, sagten sich die Verantwortlichen des Posaunenchors Böhringen, als sie das Jubiläumsjahr 2019 planten. Auf Initiative des Böhringers Wilhelm Länges bildete sich 1919 nach dem Ende des Ersten Weltkriegs der Böhringer Chor. Das wurde gefeiert, im Februar mit dem Konzert des Landesjugendposaunenorchesters und im Juli mit dem Bläsertag des Bezirks. Den Höhepunkt konnten über 400 Besucher jetzt in der Böhringer Turn- und Festhalle erleben. In drei Blöcken verwandelten die Bläser die Halle in einen vibrierenden Klangraum.

Beim Jubiläumsabend ehrte Bezirksposaunenwart Peter Mayer fünf Mitglieder des Chors für jahrzehntelangen Einsatz. Die Brüder Gottfried und Gerhard Müller wurden für 50 Jahre Einsatz im Posaunenchor ausgezeichnet, Hansmartin Loser, Karin Beck und Annemarie Raiser sind seit 40 Jahren dabei.

Mit der »Böhringer Intrade«, einer Auftragskomposition von Friedrich Veil, wurde die Weite der Alblandschaft hörbar und das Konzert eröffnet. Es folgten unter anderen Johann Pachelbels weltberühmter Kanon, der Pate stand für ein gemeinsames Stück von Jungbläsern und Chor. Neuere Literatur lag beim Mittelteil auf dem Notenpult der Dirigentin. Seit 2013 leitet Gisela Scheu-Rath den Chor. Vom Ragtime bis zur modernen Lobpreismusik erstreckte sich das Repertoire.

Für die zweijährig stattfindenden Landesposaunentage in Ulm werden immer wieder überraschende Werke erarbeitet: »Hevenu shalom alejchem«, das israelische Friedenslied, wurde siebenstimmig dargeboten. Manche hätten am liebsten mitgetanzt. Wer im Posaunenchor in Böhringen spielt, hat ein ganz besonderes Lieblingsstück: »Higland cathedral«. Mit Glockentönen wird das Stück eröffnet, um dann in einem fulminanten Finale einen emotionalen Klangteppich zu münden.

Mit »Was nicht fehlen darf« war der dritte Teil des Konzerts beschrieben. Dazu passte der Dank der Kirchengemeinde, überbracht durch Pfarrer Albrecht Lächele. Den nächsten Auftritt werden die Böhringer Bläser beim Christfest haben. (eg)