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Lust auf entspannende Lach-Spaziergänge?

Ansteckend und entspannend: Silvia Bauer bietet Lach-Spaziergänge an. Im Juli startet ein Kurs in Pliezhausen

Foto: dpa
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PLIEZHAUSEN/METZINGEN. »Wir machen keine Kilometer, sondern Lachometer«, sagt Silvia Bauer über ihre Lach-Spaziergänge – und lacht dabei. Die bietet sie inzwischen unter anderem in Metzingen, in der Salzgrotte in Dettingen und nun auch in Pliezhausen an. Am 1. Juli startet der Kurs vom TSV Pliezhausen, der viermal montags um 19.30 Uhr stattfindet. Dabei geht es nicht zum Lachen in den Keller, sondern raus in die Natur.

In der Kursstunde wird aber nicht durchgehend gelacht. »Das wäre super anstrengend«, weiß Bauer. »Eine Minute lachen, ist so anstrengend, wie zehn Minuten joggen oder rudern. Da lache ich lieber«, findet sie und lacht gleich wieder.

Die Abwechslung macht’s. Zwischen kurzen Spazierwegen wird immer wieder gestoppt. Dann werden einfach Lach-, Atem- und Entspannungsübungen praktiziert. Das Wort Yoga beim Lachyoga kann dabei ein falsches Bild vermitteln, meint Bauer. Denn: Die Lachübungen haben nichts mit klassischen Yogaübungen zu tun. Lediglich die Atemübungen stammen aus dem Yogabereich. Für die Teilnehmer heißt das: Jeder kann mitmachen. Einzige Voraussetzung: »Man muss sich darauf einlassen.«

Ist seit vier Jahren Lachyoga-Leiterin: Die Metzingerin  Silvia Bauer.  FOTO: PRIVAT
Ist seit vier Jahren Lachyoga-Leiterin: Die Metzingerin Silvia Bauer. FOTO: PRIVAT
Ist seit vier Jahren Lachyoga-Leiterin: Die Metzingerin Silvia Bauer. FOTO: PRIVAT

Wie die Lachübungen aussehen? »Einfache, spielerische, pantomimische Übungen«, erläutert die Leiterin. So holen die Teilnehmer beispielsweise ihre imaginären »Lach-Handys« aus der Tasche und lachen darüber, was derjenige am anderen Apparat von sich gibt. Oder das »Lachen für schlechte Zeiten«. Dabei wird kräftig gelacht. Dieses Lachen wird mit den Händen eingefangen und in die Hosentasche gesteckt. Dort kann es bei Bedarf wieder herausgeholt werden. Auch einen kräftigen Zug Lachgas können die Teilnehmer einatmen und dann befreit loslachen – alles imaginär natürlich, außer das Lachen. Klingt schräg, geht aber einfach. Nicht nur das Lachen der anderen ist ansteckend, sondern auch das von Kursleiterin Silvia Bauer.

Positive Eigenschaften

Durch das kam sie überhaupt auf die Idee, Lachyoga zu praktizieren. Kollegen hatten ihr aufgrund ihres Lachens dazu geraten, doch mal Lachyoga auszuprobieren. »Bereits nach dem zweiten Kurs war mir klar, dass ich Leiterin werden will.« Seit vier Jahren ist die Metzingerin nun bereits nebenberuflich Lachyoga-Leiterin. Dass es am Anfang ungewohnt ist, weiß sie aus eigener Erfahrung. Bisher hat sie aber noch jeden Kursteilnehmer dazubekommen, befreit loszulachen.

Und das hat gleich mehrere positive Eigenschaften. »Es ist gut für Körper und Geist«, weiß Bauer. So könne es Stress und Schmerzen reduzieren, sorge für erholsameren Schlaf und mache auch die Bronchien und den Hals frei. Zudem werde man wieder kreativer. »Lachen wirkt reinigend.« Alleine schon, wenn die Mundwinkel nach oben gezogen werden, würden Endorphine freigesetzt. »Unser Körper kann nicht zwischen echtem und unechtem Lachen unterscheiden. Deshalb verwandelt sich das Lachen von ganz allein in echtes Lachen.« Ihr Ziel ist es, »mehr Lebensfreude, Glück, Gelassenheit und Entspannung in das Leben der Menschen zu bringen«, erklärt Bauer. »Das ist heute im oft von Stress dominierten Alltag besonders wichtig.«

Ihre Kurse als Spaziergänge anzubieten, ist für Bauer, die selbst gerne draußen ist, selbstverständlich. »Bewegung tut gut. Und frische Luft sowieso.« Vor allem wenn man einiges davon ein- und ausatmet vor lauter Lachen. (GEA)

 

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