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Wieviel die Stadtbahn für Tübingen kosten soll

Über die Neckarbrücke in Tübingen fahren Busse, Autos und jede Menge Fahrräder. Ob bald eine Straßenbahn dazukommt, sollen die Tübinger mitentscheiden dürfen.

Ein Bus fährt über die Neckarbrücke in Tübingen. An dieser Stelle könnte es in Zukunft einmal Bahngleise geben.
Ein Bus fährt über die Neckarbrücke in Tübingen. An dieser Stelle könnte es in Zukunft einmal Bahngleise geben. Foto: dpa
Ein Bus fährt über die Neckarbrücke in Tübingen. An dieser Stelle könnte es in Zukunft einmal Bahngleise geben.
Foto: dpa

TÜBINGEN. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat die Kosten einer Stadtbahn für Tübingen vorgestellt. Demnach würde der Bau einer Straßenbahn in der Universitätsstadt nach aktuellen Berechnungen rund 100 Millionen Euro kosten. Die Stadt hätte je nach Förderung gut 20 Millionen Euro davon selbst zu tragen, wie Palmer am Mittwoch mitteilte. Ob die Straßenbahn gebaut wird, sollen die Tübinger entscheiden. Die Stadt plant einen Bürgerentscheid im Jahr 2020. Bis dahin soll über das Projekt informiert und mit Bürgern über Alternativen diskutiert werden.

Palmer setzt sich für den Bau ein. Die Trasse durch Tübingen wäre an die Regionalstadtbahn angebunden. Das ist ein elektrifiziertes Schienennetz, das sich in Richtung Reutlingen, Herrenberg, Rottenburg und Albstadt erstreckt und in der Planung schon weiter gediehen ist. Pendler aus diesen Regionen könnten bei einer Realisierung der Tübinger Innenstadtstrecke laut Palmer ohne Umstieg zum Beispiel zur Universität oder zur Uniklinik gelangen. »Für eine direkte, umsteigefreie Verbindung gibt es keine Alternative«, sagte Palmer. Die Bahn würde vom Bahnhof über die Neckarbrücke, durch die Wilhelmstraße auf den Berg bis zur Morgenstelle fahren. (dpa)