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Mit Fackeln und Flaschenturm: Gomaringer Circus Relaxx feiert Premiere

Der erste Höhepunkt der großen Show im Gomaringer Herbstzirkus: Jongleurin Zeudi Errani arbeitet bei ihrer Rückenjonglage mit de
Der erste Höhepunkt der großen Show im Gomaringer Herbstzirkus: Jongleurin Zeudi Errani arbeitet bei ihrer Rückenjonglage mit dem Feuerkreuz. FOTOS: EBER Foto: Ralf Eber
Der erste Höhepunkt der großen Show im Gomaringer Herbstzirkus: Jongleurin Zeudi Errani arbeitet bei ihrer Rückenjonglage mit dem Feuerkreuz. FOTOS: EBER
Foto: Ralf Eber

GOMARINGEN. Schöne Frauen, starke Männer und Elefanten – und eine Riesenschlange. Die hatte sich in kurzer Zeit gebildet, als zahllose Zuschauer Einlass in das bunte Zelt begehrten. Der erste Gomaringer Herbstzirkus mit dem ortsansässigen Circus Relaxx feierte am Samstag seine umjubelte Premiere.

Die Zeiten scheinen vorbei, als dem Besucher beim Eintritt in das Zelt der Atem wegblieb. Feiner Duft nach Magenbrot und Popcorn anstelle von Geruch aus Tierkäfigen, ein Gastro-Vorzelt als Schleuse zur Manege – sehr smart kommt der moderne Zirkus daher. Tickets und Impfstatus gecheckt, eingeloggt und es kann losgehen.

Katrina Markevich und Anton Tabeev zeigen sich im Duo mit ihrer Diabolo-Show als echte Virtuosen. Oft genug werden die Spielgeräte bis unter die Decke katapultiert, um dann exakt auf den Schnüren zu landen, die die beiden Artisten in den Händen halten. Schon hier zeigt sich, dass die spielerischen Applausübungen von Komödiant Massimiliano Sblattero Erfolg hatten: Das Publikum, darunter natürlich viele Kinder, klatscht begeistert. Einen ersten spannenden Höhepunkt bildet der Auftritt von Zeudi Errani. In Rückenlage jongliert sie mit den Füßen zunächst Rollen und Kissen und schließlich ein Kreuz aus brennenden Fackeln.

Schlusspunkt Todesrad

Kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt den Gästen: Dennis Sperlich, Spross der bekannten Artistenfamilie und selbst wohnhaft in Gomaringen, zeigt seine spektakuläre Kletternummer, Flaschenstuhl genannt. Knapp ein Dutzend übereinandergestapelte Stühle besteigt er, deren unterster auf vier kleinen Flaschen steht. Dass er in schwindelnder Höhe auf einer Stuhllehne auch noch akrobatische Kunststücke zeigt lässt das Publikum komplett ausrasten. Immer mal wieder werden Zuschauer persönlich in spaßige Nummern eingebunden, so auch beim (völlig ungefährlichen) Messerwerfen. Spannend wird es noch einmal, wenn René Sperlich mit seiner Handstand-Balanceshow auftritt. Auf zwei schmalen Stützen und auf Händen stehend schenkt er aus der Zirkuskuppel seinen Fans ein Lächeln.

Mit den drei Elefantendamen Baby, Mala und Yumba tritt Elvis Errani auf. Scheinbar spielerisch folgen die Kolosse dem Dompteur und tanzen synchron in der Manege. Dann wird ein großes Metallgestell in das abgedunkelte Rund geschafft. Wie eine riesige Eieruhr mit Hamsterrädern sieht das aus. Oder wie der legendäre »Bomber« aus den seligen »Motörhead«-Shows. Es ist das US-Todesrad, in dem zwei Artisten der kolumbianischen Truppe Gerling unfassbare Stunts liefern und den umjubelten Schlusspunkt einer mitreißenden Show setzen.

Der Zirkus gastiert noch die ganze Woche über in Gomaringen. Weitere Informationen gibt es im Internet. (GEA)

 

www.circusrelaxx.com

 

 

Massimiliano Sblattero, Comedian und Jongleur, hier mit Ringen.
Massimiliano Sblattero, Comedian und Jongleur, hier mit Ringen. Foto: Ralf Eber
Massimiliano Sblattero, Comedian und Jongleur, hier mit Ringen.
Foto: Ralf Eber