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Geschenkideen beim Hobbyhandwerkermarkt in Bad Sebastiansweiler präsentiert

Kurze Sonnenlöcher. Aber das wars dann auch schon mit dem »Frühlingserwachen« beim Kunsthandwerkermarkt. FOTO: MEYER
Kurze Sonnenlöcher. Aber das wars dann auch schon mit dem »Frühlingserwachen« beim Kunsthandwerkermarkt. FOTO: MEYER
Kurze Sonnenlöcher. Aber das wars dann auch schon mit dem »Frühlingserwachen« beim Kunsthandwerkermarkt. FOTO: MEYER

MÖSSINGEN-BAD SEBASTIANSWEILER. Schneefall über 800 Metern Höhe. Regenschauer, Wind und kühle Temperaturen im Albvorland. Ausgerechnet an den beiden Tagen, wo im Kurpark von Bad Sebastiansweiler das »Frühlingserwachen« versprochen wurde. Der Frühling hat das Wochenende einfach verschlafen. Für die Standbetreiber auf dem Kunsthandwerkermarkt, die entlang des Weges zum Kurgebäude ihre Pavillons aufgebaut hatten, war das winterliche Intermezzo ärgerlich. Entspannter ging es im beheizten alten Café zu, wo ein Großteil der 44 Stände aufgebaut war. Wobei sich die Besucher und Käufer, diean beiden Tagen in Scharen gekommen waren, alle Auslagen anschauten, bei Kaffee und Kuchen gemütlich zusammensaßen oder sich während kurzen Sonnenlöchern im Freien per Pommes stärkten.

Seit bald zwanzig Jahren organisiert Maria Funk diese zum Publikumsmagnet gewordene Veranstaltung. »Ich sehe meine Frau kaum, sie verbringt die meiste Zeit im Keller«, sagt Ehemann Joachim, wo sie Keramik-Kunstwerke gestaltet. Denn natürlich darf die Chefin auch mitmachen. Mit ihr dürfen sich ausschließlich Hobbykünstler präsentieren. Die Qualitäts-Latte liegt hoch. Es gibt Stamm-Verkäufer(innen) und Standplätze, deren Betreiber sich abwechseln.

Herta Hirning hat filligrane Kunstwerke im Angebot. FOTO: MEYER
Herta Hirning hat filligrane Kunstwerke im Angebot. FOTO: MEYER
Herta Hirning hat filligrane Kunstwerke im Angebot. FOTO: MEYER

Die Mössingerin Klara Dittrich-Rommel gehört mit ihren Fotopostkarten zu den beliebten Anlaufstellen. »Ich bin jedes Mal erstaunt und erfreut, dass trotz WhatsApp noch Glückwunsch- und Grußkarten per Post verschickt werden.« Claudia Meyer aus Mittelstadt, präsentierte ihre wetterfesten Taschen aus Softshell – einem Hybridstoff aus Hardshell und Fleece mit funktionalen Eigenschaften – passend am Outdoor-Stand.

Während die Erpfingerin Herta Hirning die wohl empfindlichsten Waren dabei hatte –Eier, bemalt, perforiert, mit Spitzen beklebt oder mit Kalligrafie versehen. »Nicht verwandt und verschwägert mit dem Ostereimuseum«, sei sie. Außerdem hatte sie einen Korb mit ausgeblasenen Natureiern dabei – als Rohware für ebenso kunsthandwerklich begabte Kunden. Alles Albware, was beim Betrachten von Emu- und Nandu-Eiern zu einem gewissen Stirnrunzeln beim Besucher führt. Nun, die Wege des Osterhasen sind halt unergründlich. Die Erlöse aus den Standgebühren gehen an den Förderverein für das Projekt »Panorama-Aktiv-Weg«. Dieser Bewegungsparcours soll im Laufe des Jahres fertiggestellt sein und mit dreizehn Stationen zur Aufwertung des Kurparks beitragen. Schließlich können die Kunsthandwerker nicht immer dafür Sorge tragen. (GEA)