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Wann werde ich gegen Corona geimpft? Hier können Sie Ihren Zeitraum berechnen

Rettung aus dem Eis: Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer werden in der Apotheke der Tübinger Uniklinik bis zu
Rettung aus dem Eis: Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer werden in der Apotheke der Tübinger Uniklinik bis zur Verwendung tiefgekühlt. Foto: GOLLNOW/DPA
Rettung aus dem Eis: Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer werden in der Apotheke der Tübinger Uniklinik bis zur Verwendung tiefgekühlt.
Foto: GOLLNOW/DPA

REUTLINGEN. Menschen in Deutschland müssen sich aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus weiterhin massiv einschränken. Der Lockdown wurde verlängert, manche Regeln sogar verschärft. Die größte Hoffnung, die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen, ist aktuell eine flächendeckende Impfung. Seit Dezember können sich bestimmte Personengruppen bundesweit gegen das Coronavirus impfen lassen, in Tübingen seit 4. Januar und in Reutlingen seit heute. »Wann bin ich an der Reihe?«, fragen sich viele. Ein kostenloses Online-Tool der Firma Omni Calculator berechnet Ihren Platz in der Warteschlange.

Wie funktioniert der Impfterminrechner?

Das Tool fragt persönliche Angaben ab: Alter, Beruf, Vorerkrankungen, Kontaktpersonen, etc. Fast alle Fragen müssen lediglich mit Ja oder Nein beantwortet werden. Nur das Alter und die Daten zum deutschen Impfplan müssen manuell eingetragen werden. Spezielle Formulierungen werden per Mouseover genauer erklärt. Hat man das Formular bis zum Ende ausgefüllt, zeigt das Tool sofort an, in welchem Zeitraum man in etwa die erste, bzw. zweite Impfdosis erhalten wird. 

Auf welchen Daten beruhen die Berechnungen?

Standardmäßig rechnet das Tool mit der geplanten Impfrate der Bundesregierung (670.000 Impfdosen pro Woche). Man kann den Rechner aber auch so einzustellen, dass er die Prognose anhand der tatsächlichen Impfrate ausgibt. Die lag Stand 22. Januar bei (559.238) geimpften Personen pro Woche. Zusätzlich kalkuliert der Rechner mit einer Impf-Bereitschaft von 54 Prozent. Dieser Wert ergibt sich aus einer Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Auch dieser Wert kann manuell verändert werden. Zuletzt berücksichtigt das Tool die Impf-Prioritätenliste der Bundesregierung und die Liste der Vorerkrankungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Wie aussagekräftig ist das Ergebnis?

Der Rechner gibt keinen genauen Termin für eine Impfung an, sondern einen ungefähren Zeitraum sowie die minimale und maximale Anzahl an Menschen, die sich vor Ihnen in der Warteliste befinden. Wer jünger als 60 Jahre ist, keine Vorerkrankungen hat und beruflich nicht mit vulnerablen Gruppen in Kontakt kommt, gehört zur Gruppe 4 (niedrigste Priorität) Das Ergebnis des Tools sieht dann in etwa so aus: »Basierend auf Ihrem persönlichen Profil befinden sich deutschlandweit von 18.916.887 bis 37.775.307 Personen vor Ihnen in der Warteschlange für eine Covid-Impfung. (...) Sie können erwarten, Ihre erste Impfdosis von 8.8.2021 bis 21.2.2022 zu erhalten. Die zweite Impfdosis sollten Sie dann vom 29.8.2021 bis 14.3.2022 erhalten.« 

Angehörige der Gruppe eins (höchste Priorität) könnten laut Rechner einen Impftermin vor dem 24. Februar bekommen, die Gruppe zwei zwischen 24. Februar und 7. Mai 2021, Gruppe drei zwischen 7. Mai und 7. August 2021. Die errechneten Zeiträume sind sehr groß, weil das Unternehmen anhand der vom RKI geschätzten Gruppengröße lediglich weiß, wie viele Personen sich in der Warteschlange vor einer Person befinden. Es weiß aber nicht, welchen Platz die Person in dieser Gruppe bekommt, da alle innerhalb einer Gruppe die gleiche Priorität haben, erklärte eine Mitentwicklerin des Tools im Gespräch mit dem Onlineportal echo24.de. Das Ergebnis des Impfterminrechners ist nicht zu Hundert Prozent genau, jedoch ein ungefährer Anhaltspunkt. (GEA)

Corona-Impfterminrechner