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Aktuell Buchvorstellung

Wir können alles wiedergutmachen

Harald Welzer ist Soziologe und außerdem Zukunftsforscher. In seinem neuen Buch ermuntert Welzer die Menschen, wieder das Träumen zu wagen und positive Bilder von der Zukunft dieser Gesellschaft zu entwerfen.

Mit seinem lebensbejahenden, leidenschaftlichen Appell für mehr Optimismus in Sachen gesellschaftlicher Zukunft begeisterte Welz
Mit seinem lebensbejahenden, leidenschaftlichen Appell für mehr Optimismus in Sachen gesellschaftlicher Zukunft begeisterte Welzer die Zuhörer in der Stadtbibliothek. Dabei scheute er auch nicht den einen oder anderen ironischen Seitenhieb in Richtung Regierungspolitik. FOTOS: INHOFF Foto: Mareike Inhoff
Mit seinem lebensbejahenden, leidenschaftlichen Appell für mehr Optimismus in Sachen gesellschaftlicher Zukunft begeisterte Welzer die Zuhörer in der Stadtbibliothek. Dabei scheute er auch nicht den einen oder anderen ironischen Seitenhieb in Richtung Regierungspolitik. FOTOS: INHOFF
Foto: Mareike Inhoff

REUTLINGEN. Aktuell ist immer wieder in der Gesellschaft zu hören: Der Weltuntergang naht. Und wir können nichts tun.

Doch in Reutlingen sitzt am Mittwochabend ein Mann auf der Bühne der Stadtbibliothek und zeichnet ein komplett anderes Bild von der Zukunft. Der bekannte Autor und Sozialpsychologe Harald Welzer stellt an diesem Abend sein neues Buch »Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen« vor. Und darin geht es nicht um den Untergang der Menschheit. Es geht um das Träumen von einer besseren Zukunft.

Dabei sieht Welzer durchaus die Notwendigkeit zum Handeln. Doch er ist keiner, der wegen Problemen den Kopf in den Sand steckt, der mahnt, aber nicht handelt, der pessimistisch in die Zukunft blickt. Er hat konkrete Ideen, was sich verändern könnte. Wie Welzer dabei den Kapitalismus einschätzt, den aktuellen Zustand der Gesellschaft und welche konkreten Veränderungsvorschläge er in seinem Buch präsentiert, wird dabei im Printartikel auf Seite drei in der kommenden Freitagausgabe zu lesen sein.

Eines aber sei schon einmal verraten: Komplett umstürzen, das möchte Welzer, der insbesondere in linksintellektuellen Kreisen hohes Ansehen genießt, die Gesellschaft nicht. Stattdessen plädiert er für kleine Schritte. Und für das Träumen. Denn damit fängt jede Zukunft ja erstmal an. (mai)