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Tigers Tübingen starten in die Vorbereitung: »Wir sind eine Wundertüte«

Die Basketballer der Tigers Tübingen sind am Donnerstag in die Vorbereitung für die in knapp sieben Wochen beginnende Zweitliga-Saison gestartet. Was die wichtigsten Erkenntnisse vom Trainingsauftakt sind.

Der neue Tigers-Trainer Henrik Sonko zeigt sich beim Trainingsauftakt bestens gelaunt.
Der neue Tigers-Trainer Henrik Sonko zeigt sich beim Trainingsauftakt bestens gelaunt. Foto: Memmler/Eibner
Der neue Tigers-Trainer Henrik Sonko zeigt sich beim Trainingsauftakt bestens gelaunt.
Foto: Memmler/Eibner

TÜBINGEN. Wie war der Sommerurlaub im schönen Schweden? Tübingens Neu-Coach Henrik Sonko lachte erst lauthals, schmunzelte dann verschmitzt und berichtete schließlich: »Es gab kaum einen freien Tag, es war wirklich eine menge Arbeit. Normalerweise verpflichtet man drei, vier Spieler. Jetzt haben wir neun neue Spieler gebraucht. Dafür haben wir uns im Team ungefähr 150 verschiedene Akteure angeschaut.« Müde wirkte der neue Trainer der Tigers Tübingen beim offiziellen Trainingsstart aber keineswegs. Dem Skandinavier war vielmehr die pure Vorfreude anzumerken auf das bevorstehende Abenteuer mit dem Basketball-Zweitligisten aus der Neckarstadt. Gemeinsam mit allen 13 zum Kader gehörenden Spielern startete der 47-Jährige am Donnerstag in die Vorbereitung zur neuen Zweitliga-Saison.

Was diese für die Raubkatzen wohl bringen wird? »Wir sind eine große Wundertüte. Im positiven Sinne«, sagte Tigers-Vorstandschef Prof. Michael Bamberg und ergänzte wie immer voller Tatendrang: »Wir haben viele Spieler mit Talent im Kader, die ordentlich Potenzial haben. Ich bin optimistisch, dass wir unter den ersten Vier mitspielen werden.« Das wird sich erst noch zeigen. Was beim Vorbereitungsstart allerdings schon offensichtlich war: Die bis auf Kapitän Till Jönke, Melki Moreaux, Miles Tention und Silas Oriane neu zusammengewürfelte Mannschaft versteht sich schon sehr gut. Das bestätigte auch Neuzugang Kaya Bayram: »Die Teamchemie wird sehr gut sein, da bin ich mir sicher. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, was nicht immer der Fall ist.« Das ist der Schlüssel auf dem Weg zu einer erfolgreichen Spielzeit.

Gute Nachrichten bei Nelson

»Es freut mich sehr, nun in der Heimat meiner Oma spielen zu können«, sagt Neuzugang Connor Nelson, der aus der zweiten Liga in Großbritannien nach Tübingen kommt. Der 26-Jährige möchte sich nach zwei Jahren bei den Essex Rebels in London und nach seinem Studium nun voll und ganz auf den Basketball konzentrieren. Aufgrund seiner deutschen Oma könnte Nelson mit einem deutschen Pass auflaufen. Das ist der Plan und dabei gibt es offenbar gute Nachrichten. »In Sachen seiner Einbürgerung gibt es positive Informationen, dass eine zeitnahe Zustellung der entsprechenden Dokumente erfolgen soll«, teilten die Tigers mit. Damit würde der gebürtige US-Amerikaner die Rotation auf den wichtigen deutschen Spots erweitern. (GEA)

Wer kann der Überraschungsspieler der kommenden Saison werden? »Ich hoffe Kaya Bayram. Ich habe große Hoffnungen und auch hohe Erwartungen an Kaya«, sagte Trainer Sonko. »Ich würde mich freuen, wenn ich die Erwartungen bestätigen kann«, antwortete der 21-Jährige, der in der Jugend bei Alba Berlin eine sehr gute Ausbildung genoss und in der vergangenen Saison Leistungsträger bei der zweiten Mannschaft von Rasta Vechta in der 2. Bundesliga war. Trotz seines jungen Alters dürfte Bayram als Führungsspieler vorangehen. Kapitän bleibt weiterhin Routinier Jönke. »Daran bestand kein Zweifel«, so Sonko.

Die Raubkatzen haben nun fast sieben Wochen Zeit, um sich auf das erste Pflichtspiel im BBL-Pokal gegen die Gladiators Trier am Dienstag, 23. September, in der Paul-Horn-Arena vorzubereiten. Fünf Tage später startet dann die neue Spielzeit im deutschen Basketball-Unterhaus mit dem Duell gegen die Nürnberg Falcons. Die Tigers absolvieren in den nächsten knapp sieben Wochen auch sieben Vorbereitungsspiele. Das erste - nicht-öffentlich - steigt am 20. August gegen Alliance Sport Alsace Gries-Souffel aus Frankreich. (GEA)