Logo
Aktuell Fußball

WFV bestätigt die Fortsetzung des Spielbetriebs

2G-Regel für alle Aktiven. Zuschauer müssen geimpft oder genesen und getestet sein. Unterbrechung in der Jugend.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen.
Ein Fußball liegt auf dem Rasen. Foto: Andreas Gora/dpa
Ein Fußball liegt auf dem Rasen.
Foto: Andreas Gora/dpa

REUTLINGEN. Die Auswirkungen der seit 24. November gültigen, verschärften Alarmstufe II für den Sport gelten ab diesem Samstag. Das ergab die am Freitagabend aktuallisierte Corona-Verordnung Sport (CoronaVO Sport). Der Spielausschuss des Württembergischen Fußballverbands (WFV) hat sich bereits am Donnerstagabend mit den Bezirksvorsitzenden und Bezirksspielleitern darauf geeinigt, dass der Spielbetrieb trotz weiteren zu erwartenden Einschränkungen fortgesetzt wird.

Was gilt für Sportler, Trainer und Schiedsrichter?

Wie vom WFV erwartet, tritt für alle Aktiven (Spieler, Trainer, Schiedsrichter) ab dem Wochenende die 2G-Regel in Kraft. Damit werden Nichtimmunisierte von der Teilnahme ausgeschlossen. In der neuen Fassung der CoronaVO Sport heißt es: »Für die Sportausübung auf Sportanlagen im Freien gilt in der neu eingeführten Alarmstufe II 2G.« In der neuen Regelung wird künftig nicht mehr unterschieden, »ob die Sportausübung im Rahmen des Trainings- und Übungsbetriebs oder bei Wettkampfveranstaltungen« durchgeführt wird.

Was ist mit Mannschaften, die nicht spielen wollen?

Nach einer kontroversen, aber konstruktiven Debatte, bei der die Bezirksvertreter ihre individuellen Situation einbrachten, verständigte man sich auf eine flexiblere Form der Fortsetzung des Spielbetriebs. Spielverlegungen werden im Einzelfall gestattet, wenn beide Mannschaften sich einig sind und diese beantragen. Zudem sollen bei Nichtantritt während der Alarmstufe sollen die Parten weiterhin 0:3 gewertet werden, von Geldstrafen sehen die Sportgerichte aber ab. Die Regelung, dass Teams nach dreimaligem Nichtantritt aus der Wertung genommen werden, soll – sofern der Verbandsvorstand zustimmt – in der kommenden Woche rückwirkend für die Dauer der Alarmstufe ausgesetzt werden.

Was gilt für Zuschauer?

Der allgemeinen Corona-Verordnung folgend, gilt für Zuschauer von Sportveranstaltungen die 2G-Plus-Regel. Geimpfte und Genesene müssen demnach zusätzlich einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen, um Sportveranstaltungen beiwohnen zu können. Der Schnelltest darf auch als Selbsttest unter Aufsicht des Veranstalters durchgeführt werden.

Wie geht es in der Jugend weiter?

»In der Jugend sind fast alle für dieses Jahr geplanten Spiele absolviert. Lediglich in der Landes- und Verbandsstaffel sind noch Spiele angesetzt, die jedoch nicht mehr ausgetragen werden«, heißt es in der Stellungnahme des Verbands. Der Trainingsbetrieb ist unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich. In der Ober- und Bundesliga spielen die Junioren unter den gegebenen Auflagen weiter.

Wie sind die Reaktionen der Funktionäre?

Zufrieden mit dem Ausgang der Verbandssitzung ist der Vorsitzende des Bezirks Alb, Josef Haug. »Ich finde es gut, dass wir den Spielbetrieb fortsetzen, solange es uns die Regierung ermöglicht.« Haug ist der Meinung, dass die Entscheidung auch im Sinne der Vereine ist. Mit vermehrten Spielabsagen rechnet er nicht: »Es ändert sich ja nicht viel«. Die PCR-Tests seien ohnehin so teuer, dass sie bereits am vergangenen Wochenende kaum genutzt wurden, berichtet er.

Noch nichts Genaues konnte Marcel Laaß, Abteilungsleiter des Landesligisten Young Boys Reutlingen, sagen. Bezüglich der 2G-Regel ist grundlegend anderer Meinung als Haug und sieht personelle Probleme auf die Vereine kommen: »Es wird für viele ein Ding der Unmöglichkeit, genügend Spieler zu stellen.« Bei den Young Boys sieht die Situation nicht ganz so schlecht aus. Die Mannschaft muss wegen 2G zwar auf vier Spieler verzichten, ein Team könne aber auf alle Fälle gestellt werden.

Dr. Karsten Amann, Vorsitzender des SSV Reutlingen, sieht die Fortsetzung des Spielbetriebs kritisch. »Es ist mit großem Aufwand für Amateurvereine verbunden und auch für die Pandemielage nicht förderlich.« Amann würde wie sein Sportlicher Leiter Danijel Baric, eine Fortsetzung im Frühjahr befürworten. (GEA)