Logo
Aktuell Erziehung

Vielfalt (er)leben in Kindertageseinrichtungen

Im franz.K wurde dargestellt, wie inklusive Arbeit in Reutlinger Einrichtungen verstanden und gelebt wird

Kinderbetreuung.
Kinderbetreuung. Foto: dpa
Kinderbetreuung.
Foto: dpa

REUTLINGEN. Bei der Veranstaltung »Vielfalt (er)leben in den Reutlinger Kindertageseinrichtungen« im Kulturzentrum franz.K wurde im Wortsinne bebildert, wie inklusive Arbeit in den Einrichtungen und in der Kindertagespflege verstanden und gelebt wird.

Nachdem Oberbürgermeister Thomas Keck die rund 100 Gäste begrüßte, darunter Mitglieder des Gemeinderats und des Gesamtelternbeirats, Gäste der Fachöffentlichkeit, Eltern, Mitarbeiter der Reutlinger Kindertageseinrichtungen sowie Trägervertreter, übernahm Professor Jo Jerg von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg als Kooperationspartner eine inhaltliche Einführung. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band »Musical Sensation« der Kulturwerkstatt.

Als »Leitlinien zur inklusiven Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen in Reutlingen« wurde die Reutlinger Erklärung 2007 von den Trägern der Reutlinger Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege erarbeitet und vom Gemeinderat verabschiedet.

Die Erklärung hält die Ziele der Träger fest: die Auseinandersetzung mit den Werten der Inklusion und die Verankerung einer wertegeleiteten Pädagogik. Damit gilt sie landesweit als Wegweiser für inklusive Haltung. »Dass sie an diesem Abend einer breiten Öffentlichkeit in Form eines Filmes und auf Roll-Up-Displays mit Beispielen aus den Reutlinger Kindertageseinrichtungen vorgestellt werden kann, ist ein Verdienst des Reutlinger Kuratoriums Kindertagesbetreuung und von Professor Jerg«, so Oberbürgermeister Keck.

Erfolgreiche Kooperation

Der Film sowie die Roll-Ups entstanden im Rahmen des landesweiten Projekts »Inklusion von Anfang an nachhaltig entwickeln«. Nach Abschluss des Projekts Anfang dieses Jahres wurde die Arbeitsgruppe »Vielfalt, Partizipation und Demokratie in Kindertageseinrichtungen« gebildet. Sie beschäftigt sich mit Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung der Reutlinger Erklärung.

Seit sich die Träger der Reutlinger Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege und der GERK als Vertretung der Elternschaft 2005 in einem Kuratorium zusammenschlossen, arbeiten sie unter dem Vorsitz des Sozialamtes in allen wichtigen Fragen der Kindertagesbetreuung zusammen. (ef)