Logo
Aktuell Kriminalität

Trickdiebe haben es in der Region auf Schmuck abgesehen

Polizei fahndet nach einem Täter-Duo, das in Reutlingen, Gomaringen und Rottenburg sein Unwesen treibt

Schmuck FOTO: DPA
FOTO: DPA
FOTO: DPA

REUTLINGEN/GOMARINGEN. Gleich zwei Personen sind am Dienstagvormittag innerhalb kurzer Zeit Opfer dreister Trickdiebstähle geworden. Die Polizei geht davon aus, dass ein und dasselbe Täterduo für beide Straftaten verantwortlich sein könnte.

Gegen 10.45 Uhr war ein 57-Jähriger auf dem Gehweg in der Reutlinger Ringelbachstraße unterwegs, als ein heller Kleinwagen neben ihm anhielt. Die Beifahrerin stieg aus und erkundigte sich nach dem Weg zum Krankenhaus. Nachdem der Mann ihr die Richtung gewiesen hatte, bedankte sich die Frau überschwänglich bei ihm, umarmte ihn und küsste ihn auf die Wange. Hierbei legte sie ihm scheinbar zum Dank eine goldfarbene Kette von geringem Wert um. Die Verdächtige stieg danach wieder ins Auto, worauf der Fahrer Gas gab und davonfuhr. Erst jetzt bemerkte das Opfer, dass die eigene Goldkette entwendet worden war.

Ein zweiter Fall ereignet sich um 11.15 Uhr in Gomaringen. Hier lief eine 67-Jährige auf dem Gehweg in der Tübinger Straße Richtung Ortsmitte, als ein weißer Kleinwagen neben ihr hielt. Auch hier erkundigte sich die Beifahrerin nach einem Doktor. Die Frau hielt ihr Opfer kurz am Arm fest und bedankte sich.

Dabei zog sie der älteren Dame zwei goldene Armreifen vom Handgelenk. Die Diebin sprang in das wartende Fahrzeug, das schnell in Richtung Bronnweiler davonfuhr.

In beiden Fällen wird die Täterin wie folgt beschrieben: 40 bis 45 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, pummelige Gestalt, dunkle Haare, lückenhaftes Gebiss mit mehreren Goldzähnen, dunkler Teint. Beim Fahrer soll es sich zumindest in einem Fall um einen etwa 30 bis 35 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und dunklen, dichten, hochgekämmten Haaren gehandelt haben.

Immer die gleiche Masche

Ein weiterer Fall wurde am Mittwoch in Rottenburg angezeigt. Dort täuschte gegen 11.45 Uhr eine Verdächtige gegenüber einer Seniorin vor, ihr eine Halskette schenken zu wollen und legte diese um den Hals der  80-Jährigen. Zu Hause stellte das Opfer dann fest, dass die eigene Goldkette fehlte. Auch hier spielte offenbar ein weißes Auto eine Rolle, was den Verdacht nahelegt, dass ein Zusammenhang mit den anderen Fällen nicht auszuschließen ist.

Die Polizei warnt vor solchen Trickdieben und empfiehlt, immer Abstand zu Unbekannten zu halten und jedweden Körperkontakt zu vermeiden. Sollte man von Fremden bedrängt werden, ist es ratsam, umstehende Personen laut und deutlich um Hilfe zu bitten.

Grundsätzlich gilt: Jeder sollte unverzüglich die Polizei informieren, wenn ihm etwas verdächtig vorkommt oder wenn er bestohlen wird. (pol)