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Aktuell Stadthygiene

So können Sie in Reutlingen Abfallgebühren sparen

Wer trotz steigender Abfallgebühren in Reutlingen sparen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Manche davon liegen auf der Hand, oder besser gesagt in der Tonne, andere lassen sich mit lieben Nachbarn umsetzen.

Restmüll geht ins Geld. Solche Tonnen lassen ein erhebliches Einsparpotenzial vermuten. Foto: dpa
Restmüll geht ins Geld. Solche Tonnen lassen ein erhebliches Einsparpotenzial vermuten.
Foto: dpa

REUTLINGEN. »Die beste Möglichkeit ist schon im Haushalt sauber zu trennen«, erklärt Stefan Kaufmann als Chef der Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR). Denn aufs Gebührenkonto schlagen lediglich Restmüll und Biomüll. Wertstoffe im gelben Sack oder Altpapier in haushaltsüblichen Mengen in der blauen Tonne sind und bleiben kostenlos. Wer also weniger gebührenpflichtigen Abfall produziert, der kann auch eine kleinere Tonne bestellen, und massiv Geld sparen.

So kostet beispielsweise eine 80-Liter-Restmülltonne bei vierwöchiger Abholung ab dem kommenden Jahr 99,56 Euro, was sogar etwas günstiger als bisher ist.  Ein 140 Liter fassender Restmüll-Behälter im gleichen Abholtakt würde dagegen mit 147,46 Euro (16,70 Prozent mehr als bisher) berechnet. Ähnlich deutlich ist das Preisgefälle bei den Behältergrößen für Bioabfall, der ohnehin spürbar teurer geworden ist. Die Müllmenge zu reduzieren rechnet sich also. So zu tun, als ob man abfallfrei leben würde, dagegen nicht.

Keine Tonne geht nicht

Garkeine Mülltonnen bei den TBR zu buchen, geht nach Stefan Kaufmanns Worten »garnicht, und das ist gesetztlich und durch Gerichtsurteile abgesichert«. Außerdem gibt es keine noch kleineren Behälter als bisher, und es sind auch keine geplant. Das Ende der Sparmöglichkeiten bedeutet dies freilich nicht.

»Es bietet sich Behältergemeinschaften mit Nachbarn an«, sagt der Betriebsleiter der TBR. Das funktioniert ganz einfach. »Zwei tun sich zusammen, und melden uns: Haushalt A und B wollen gemeinsam eine Tonne nutzen«. Dementsprechend reduzieren sich die Müllgebühren drastisch. In Großwohnanlagen und Mehrfamilienhäusern ist dieses Verfahren ohnehin schon Praxis, und ansonsten macht es kaum Probleme. »Die meisten vereinbarten Behältergemeinschaften laufen gut«, freut sich Kaufmann. Der zahlende Bürger dürfte jenseits dessen ganz entzückt darüber sein, dass eine lange Liste von Entsorgungsdienstleistungen weiterhin gebührenfrei ist.

Entsorgung inklusive

An erster Stelle die Sperrmüllabfuhr (einmal jährlich bis 5 Kubikmeter). Die Kosten für die Sperrmüllabfuhr werden über die Behältergebühren für Restmüll der Haushalte gedeckt: Die erste Abholung von Sperrmüll wird somit weiterhin nicht mit einer separaten Gebühr belegt. Alle weiteren Gebühren im Zusammenhang mit der Sperrmüllabfuhr bleiben unverändert. Es lohnt sich dementsprechend diesen Service in Anspruch zu nehmen.

Wer einen Garten hat, profitiert weiterhin von der zweimal jährlichen Grüngutabfuhr. Alle Freunde von grünem Kulturgut im neuen Jahr dann von der ebenso kostenlosen Christbaumsammlung in der Kalenderwoche 2 und 3 über im gesamten Stadtgebiet ausgewiesene Sammelstellen. Im Inklusivpaket der TBR sind darüber hinaus Sammlungen von Altkleidern und Schuhen, Elektroschrott  und Schadstoffen. (GEA) 

Infos zu den neuen Abfallgebühren

Zum 1. Januar 2019 steht den Haushalten und Arbeitsstätten in der Stadt Reutlingen eine Anpassung der Abfallgebühren ins Haus. Die Technischen Betriebsdienste Reutlingen informieren dazu umfassend auch im Internet. Neben diversen Infoblättern mit allen Zahlen zur Gebührenanpassung finden sich auch Formulare für die Behälterbestellung.

www.tbr-reutlingen.de/gebuehrenanpassung