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Aktuell Amtsgericht

Reutlinger Hotelbetreiberin wegen Fundunterschlagung angeklagt

Am Amtsgericht Reutlingen wurde heute Vormittag über einen 61-jährigen Mann aus Pfullingen verhandelt. FOTO: PIETH
Das Amtsgericht Reutlingen von außen fotografiert. FOTO: PIETH
Das Amtsgericht Reutlingen von außen fotografiert. FOTO: PIETH

REUTLINGEN. Sie habe »keine Angst, überhaupt nicht« vor einem DNA-Test auf Spuren an der fraglichen Geldtasche, versicherte die Angeklagte am Mittwochnachmittag. Dann vertagte Amtsrichter Eberhard Hausch den Prozess – mit einem entsprechenden Ermittlungsauftrag. Die Staatsanwaltschaft wirft der Reutlinger Hotelbetreiberin vor, die hinter einer Zwischendecke versteckte und dort vergessene Tasche eines taiwanesischen Gastes ausgeräumt und den Inhalt an sich genommen zu haben: 3500 Euro.

Der Fall spielte sich an 22. März ab, als die Corona-Krise ihrem ersten Höhepunkt zustrebte. Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen hatte in einem Appartement des Hotels zwei taiwanesische Geschäftspartner einquartieren lassen, die am Wochenende – wohl wegen Corona, wohl etwas überstürzt - wieder abgereist waren. Die Gäste aus Fernost hätten sich schnell per Mail gemeldet und mitgeteilt, dass sie, aus Sorge wegen Corona, eine Tasche mit dem Bargeld bei sich gehabt, sie hinter einer Abdeckung der Dachschräge versteckt und beim eiligen Aufbruch dann dort vergessen hätten. (GEA)