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Neuer Reutlinger Anschlussknoten an die B28 bald fertig

Der neue Anschlussknoten der Justinus-Kerner-Straße an die B28 ist fast fertig. Die Zufahrt zum »Blue Village« bedeutet mehr Platz für Autofahrer und Radfahrer plus mehr Bäume.

Das letzte Stück des neuen Anschlussknotens zum »Blue Village« im Hintergrund soll bis Ende Oktober fertig sein.
Das letzte Stück des neuen Anschlussknotens zum »Blue Village« im Hintergrund soll bis Ende Oktober fertig sein. Foto: Stephan Zenke
Das letzte Stück des neuen Anschlussknotens zum »Blue Village« im Hintergrund soll bis Ende Oktober fertig sein.
Foto: Stephan Zenke

REUTLINGEN. In einem eleganten Schwung können Autofahrer und Radler demnächst von der Bundesstraße B 28 hoch ins »Blue Village« sowie später in die Schieferterrassen fahren. Der neue Anschlussknoten ist fast fertig. Bis spätestens Ende Oktober sollen sämtliche Absperrungen entfallen. Projektleiter Andreas Witzemann beschreibt die Vorzüge der neuen Straßenführung umfassend.

Zunächst bekommt der Verkehr eine Spur mehr, denn es gibt jetzt sowohl eine Linksabbiegerspur als auch eine extra Fahrbahn für Rechtsabbieger. Dazu kommen passende Abfahrten sowie Auffahrten für die Bundesstraße. Dieses breite Asphaltband wurde vorausschauend im Rahmen der Belagsanierung schon vor einiger Zeit für den neuen Anschlussknoten vorbereitet. Den Baubeschluss dafür hatte der Reutlinger Gemeinderat bereits im September 2022 gefasst.

Projektleiter Andreas Witzemann zeigt den Plan des neuen Anschlussknotens.
Projektleiter Andreas Witzemann zeigt den Plan des neuen Anschlussknotens. Foto: Stephan Zenke
Projektleiter Andreas Witzemann zeigt den Plan des neuen Anschlussknotens.
Foto: Stephan Zenke

Im vorderen Bereich in Fahrtrichtung Metzingen, an der Ecke des ehemaligen Bauhauses sowie vor einem Möbelmarkt, ist die Fahrbahn um bis zu 70 Zentimeter verlegt worden. Gut sichtbar wird dies an den neuen Mittelinseln, die zudem noch erheblich an Grün gewinnen werden. Geplant ist die Pflanzung von 17 neuen Bäumen mit unterirdischer Bewässerung, damit sich die Pflanzen wohlfühlen. Das soll auch für Zweiradfahrer gelten.

Neben den üblichen Schutzstreifen auf der Straße gibt es für Radler jetzt einen speziellen ebenerdigen Radüberweg mit Ampeln, damit niemand an der B 28 ewig warten muss. Um den Autoverkehr auf der viel befahrenen Strecke so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, wurde die Baumaßnahme von der Stadt in drei Bauabschnitte eingeteilt.

Zunächst wurde, erklärt Projektleiter Witzemann, seit dem Baubeginn am 15. April dieses Jahres die Linksabbiegerspur auf der von Tübingen kommenden Spur angelegt. Danach machten sich die Bauarbeiter der Firma List unter der örtlichen Leitung des Tübinger Ingenieurbüros Germey an die Rechtsabbiegerspur auf der Gegenfahrbahn. Diese beiden Bauabschnitte sind bereits fertig zu besichtigen, auch wenn sie noch abgesperrt sind. Aktuell laufen die Arbeiten im dritten Bauabschnitt bis zur Gellertstraße.

Wichtige Versorgungsleitungen

Gut zu sehen ist die breite helle Schotterfläche, die dann schließlich Fahrbahnen und Gehwege tragen wird. Bereits unsichtbar unter der Erdoberfläche verschwunden sind wichtige Versorgungsleitungen, die in das Erschließungsgebiet Schieferterrassen führen. »Hier wurden Fernwärme, Wasser, Strom- und Telekommunikationsleitungen eingelegt«, sagt Witzemann. Wenn dann dieses Wohngebiet mal kommt, braucht die Straße nicht neu aufgerissen zu werden.

Rund 2,1 Millionen Euro kostet die Gesamtmaßnahme. Am Ausbau der Justinus-Kerner-Straße zwischen Sickenhäuser Straße und Gellertstraße beteiligen sich die GWG und GfB (Gesellschaft für die Betreuung privater Bauherren mbH) als sogenannte Vorhabenträger – sprich Bauherren im Blue Village oder den Schieferterrassen – mit 940.000 Euro. Die neue ebenerdige Querung der B 28 für den Fuß- und Radverkehr sowie der insgesamt barrierefreie Ausbau des Knotenpunktes wird vom Land mit 55.000 Euro gefördert. (GEA)