Neben dem reinen Interesse an der Zukunft der Stadt hätten sich am Samstag aber auch zahlreiche Bürger gemeldet, die massive Kritik vorbrachten: »Die Top-3-Themen dabei waren Verkehr, die Attraktivität der Innenstadt und der Wohnungsbau«, sagt Reiner App. »Viele Leute sagen, wir brauchen eine Perspektive, einen Plan für die Stadt.«
Grundsätzlich befürchten die »Köpfe für Reutlingen« aber, dass die Gesellschaft sich immer mehr entzweit. »Wir müssen aufpassen, dass wir nicht immer weiter in diese Polarisierung reinlaufen«, sagt der Strategieberater, der sich bewusst überparteilich engagiere.
»Die Mitte wird immer kleiner.« Und es werde »immer schwieriger, konstruktive Lösungen und kluge Konzepte für alle zu entwickeln«, so App. »Die Unzufriedenheit mit der Politik darf nicht in Ablehnung umschlagen«, sagt Reiner App, der mit seinem Institut sowohl Kommunen, wie auch Kirchen oder auch Medienhäuser berät. »Deshalb versuchen wir ins Gespräch mit den Reutlinger Bürgern zu kommen.« Um dabei herauszufinden, welche/r Kandidat/in die vermeintlich besten Kompetenzen mitbringen könnte. (GEA)