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»Köpfe für Reutlingen« befragen Passanten zur OB-Wahl

Die Gerüchteküche brodelt. »Oh ja«, sagt Reiner App am Samstagvormittag auf dem Reutlinger Marktplatz und schmunzelt. Jeden Tag würden neue vermeintliche Kandidaten oder Kandidatinnen für den Chefsessel des Reutlinger Rathauses genannt.

Die »Köpfe für Reutlingen« auf dem Markplatz im Gespräch mit Bürgern.
Die »Köpfe für Reutlingen« auf dem Markplatz im Gespräch mit Bürgern. Foto: Norbert Leister
Die »Köpfe für Reutlingen« auf dem Markplatz im Gespräch mit Bürgern.
Foto: Norbert Leister

REUTLINGEN. Von den unterschiedlichsten Seiten. So richtig traue sich aber bisher noch niemand aus der Deckung, sind sich die »Köpfe für Reutlingen« einig. Der eingetragene Verein will im Übrigen über die Befragung der Bürgerinnen und Bürger herausfinden, welche Kandidaten für den OB-Posten die vermeintlich besten sein könnten.

Neben dem reinen Interesse an der Zukunft der Stadt hätten sich am Samstag aber auch zahlreiche Bürger gemeldet, die massive Kritik vorbrachten: »Die Top-3-Themen dabei waren Verkehr, die Attraktivität der Innenstadt und der Wohnungsbau«, sagt Reiner App. »Viele Leute sagen, wir brauchen eine Perspektive, einen Plan für die Stadt.«

Grundsätzlich befürchten die »Köpfe für Reutlingen« aber, dass die Gesellschaft sich immer mehr entzweit. »Wir müssen aufpassen, dass wir nicht immer weiter in diese Polarisierung reinlaufen«, sagt der Strategieberater, der sich bewusst überparteilich engagiere.

»Die Mitte wird immer kleiner.« Und es werde »immer schwieriger, konstruktive Lösungen und kluge Konzepte für alle zu entwickeln«, so App. »Die Unzufriedenheit mit der Politik darf nicht in Ablehnung umschlagen«, sagt Reiner App, der mit seinem Institut sowohl Kommunen, wie auch Kirchen oder auch Medienhäuser berät. »Deshalb versuchen wir ins Gespräch mit den Reutlinger Bürgern zu kommen.« Um dabei herauszufinden, welche/r Kandidat/in die vermeintlich besten Kompetenzen mitbringen könnte. (GEA)

www.köpfefürreutlingen.de