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Aktuell Gesundheit

Höherer Krankenstand im Kreis Reutlingen im vergangenen Jahr

Corona hat die Zahl der Krankmeldungen nicht erhöht.  FOTO: HEINL/DPA
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Foto: Heinl/dpa
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Foto: Heinl/dpa

REUTLINGEN. Die Beschäftigten im Landkreis Reutlingen hatten 2023 im Durchschnitt rund 18 Krankheitstage pro Kopf. Der Krankenstand in der Region lag bei 4,9 Prozent, im Vorjahr waren es 4,3 Prozent. Die DAK-Gesundheit hat die Krankschreibungen aller bei ihr versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region für das Gesamtjahr 2023 ausgewertet. Auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2023 insgesamt 1.772,6 Ausfalltage. Das entspricht im Durchschnitt rund 18 Tagen pro Kopf.

»Der hohe Arbeitsausfall beeinträchtigt die Arbeitsabläufe vieler Betriebe und Behörden – besonders dann, wenn die Personaldecke durch den Fachkräftemangel immer dünner wird«, kommentiert Sandra Fortenbacher, Leiterin des Servicezentrum in Reutlingen die Ergebnisse. »Betriebe haben in den zurückliegenden Jahren immer mehr im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements getan, aber unsere Zahlen zeigen, dass das nicht ausreicht. Wir brauchen in Deutschland eine Offensive für das betriebliche Gesundheitsmanagement.«

Die meisten Ausfalltage gingen 2023 auf das Konto von drei Erkrankungsgruppen: Atemwegserkrankungen verursachten bezogen auf 100 Beschäftigte 358,1 Krankheitstage. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems waren für 308,8 Tage je 100 Beschäftigte verantwortlich. Und bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen kamen auf 100 Beschäftigte 290,9 Tage. (eg)