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Die Ausstellungen in den Reutlinger Museen sollen länger laufen

Im November-Lockdown sind die Reutlinger Museen zwar auch zu, sie hoffen aber auf eine baldige Wiedereröffnung.

Das Heimatmuseum. FOTO: PR
Das Heimatmuseum. FOTO: PR
Das Heimatmuseum. FOTO: PR

REUTLINGEN. Coronabedingt sind die Museen derzeit geschlossen. Wo es möglich war, haben sich die Museumsleiterinnen um eine Verlängerung der Ausstellungen bemüht, berichtet die städtische Presseabteilung.

- Kunstmuseen: Die Eröffnung der Ausstellung »Jenny Michel. Was bisher geschah: Doors, Windows and Cells« im Spendhaus (13. November) und das Künstlerinnengespräch (14. November) entfallen. Der Katalog zur Ausstellung kann bis zur Wiedereröffnung des Museums online (kunstmuseum@reutlingen.de) bestellt werden. Ein digitales kurzes Filmporträt mit Künstlerinnen-Interview ist in Planung.

Die Ausstellung »Gläserne Härten. Konkrete, generative und sonisch visionäre Kunst 1960-2020« in den Wandel-Hallen ist als Plattform für Konzerte und Performances der beiden Festivals Sonic Visions und Generate vorgesehen. Bis der Lockdown eintrat, konnte knapp die Hälfte des Programms vor kleinem Publikum stattfinden. Das Kunstmuseum bemüht sich nun, die Ausstellung zu verlängern und die Veranstaltungen nachzuholen. Damit verschiebt sich auch die Ausstellung des belgischen Künstlers Peter Buggenhout im Kunstmuseum Reutlingen/konkret ins nächste Frühjahr.

Museumsleiterin Dr. Ina Dinter hat Verständnis für den Lockdown, betont aber die Bedeutung der Kultur für die Bürger gerade in diesen Zeiten: Bei den Veranstaltungen, die man in den letzten Monaten durchführen konnte, habe man deutlich gemerkt, wie sehr es Künstlern, Besuchern und Kunstvermittlern gefehlt habe, über die Kunst ins Gespräch zu kommen. Themen wie etwa Klimakrise, Urbanisierung oder das Leben in Großstädten gehe alle etwas an. Museen seien »ganz wichtige Orte« für solche Diskurse.

- Naturkundemuseum: Großartige Landschaftsaufnahmen, außergewöhnliche Tierfotos, faszinierende Unterwasser-Fotografien: Jedes Jahr zeigt das Naturkundemuseum die weltweit besten Naturfotos des Jahres in der Ausstellung »Wildlife Photographer of the Year«.

Die exklusive Schau hat sich zu einem Publikumsrenner entwickelt und hätte eigentlich am 13. November beginnen sollen. Unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen der aktualisierten Corona-Verordnung gelockert werden, ist die Eröffnung nun für den 1. Dezember geplant.

Die Leiterin des Naturkundemuseums Dr. Barbara Karwatzki, hat sich zudem bereits um eine Verlängerung bemüht. Mit Erfolg: Die Ausstellung kann um drei Wochen, bis zum 21. Februar, verlängert werden.

- Heimatmuseum: Kaum war die Ausstellung »Logo – alles aus Lego! Die Klötzlebauer« im Heimatmuseum eröffnet, musste es auch schon wieder schließen. »Geplant ist die Ausstellung bis 21. Februar, eine Verlängerung ist leider nicht möglich, da die nächste Ausstellung bereits am 18. April eröffnet wird und die Zeit bis dahin für den Aufbau benötigt wird«, so die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder. Die Workshops der »Klötzlebauer« werden nachgeholt, noch steht aber kein Termin fest. Auch die ausfallende Abendstunde zum Thema »Das Pferd, der König und der Restaurator« (19. November) wird nachgeholt, vermutlich im Januar 2021. (eg/GEA)

 

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