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Aktuell Geburtshilfe

Neustart mit Biosphärenklinik

Ziel sind in einer Hauptabteilung in Münsingen 700 Geburten und mehr pro Jahr

Protestplakate am Rand des Bürgergesprächs zur Geburtshilfe in Münsingen. FOTOS: DEWALD
Protestplakate am Rand des Bürgergesprächs zur Geburtshilfe in Münsingen. FOTOS: DEWALD Foto: Christine Dewald
Protestplakate am Rand des Bürgergesprächs zur Geburtshilfe in Münsingen. FOTOS: DEWALD
Foto: Christine Dewald

MÜNSINGEN. Jetzt acht Fachärzte zu finden, die vielleicht schon zum Jahreswechsel die seit heute auf Eis gelegte Geburtshilfe an der Albklinik wieder fortführen, ist nicht die einzige Herausforderung, die sich dem Landkreis als Träger auch der Ermstalklinik in Bad Urach sowie der Klinik am Steinenberg in Reutlingen stellt. Um überhaupt eine Chance zu haben auf dem europaweit äußerst dünn besetzten Stellenmarkt für Mediziner, muss ein völlig neues und überzeugendes Konzept her: eine »Biosphärenklinik« also, die auch Gebärende aus dem weiten Umfeld anzieht – Ziel sind künftig an der Albklinik pro Jahr 700 Geburten oder noch mehr.

»Wir müssen hier weiterhin menschliche Medizin anbieten«, stützt sich Münsingens Bürgermeister Mike Münzing dabei auf den besonders familienfreundlichen Ruf, den sich die Geburtshilfe an der Albklinik bisher schon erworben hat. Aber auch auf ein noch zu entwickelndes Profil, mit dem man es sogar mit der Filderklinik aufnehmen könne. Denn auch für eine Geburt in diesem anthroposophischen Haus nehmen viele Frauen schon immer sehr weite Anfahrtswege in Kauf.

Erfolg nicht versprechen

Landrat Thomas Reumann, der bei der Bürgeranhörung in der voll besetzten Alenberghalle am Mittwochabend zunächst noch einmal einen »Blick zurück« auf die erfolglos geendeten Verhandlungen mit den beiden bisherigen Belegärzten geworfen und betont hatte, die am 26. März vom Landeskrankenhaus-Ausschuss für Münsingen genehmigte Hauptabteilung unbedingt umsetzen zu wollen, sicherte zu, bei der Suche nach Ärzten alle Hebel in Bewegung zu setzen: »Wir tun alles, aber ich kann Ihnen einen Erfolg nicht versprechen«, so Reumann. (oel)