ZOLLERNALBKREIS. Drei Tage haben Rettungskräfte bei der Großübung »Hornberg 24« bei Schwäbisch Gmünd trainiert. Zusammen mit den Bundeswehr-Heeresfliegern aus Niederstetten im Main-Tauber-Kreis übten sie die Rettung aus der Luft.
An den ersten beiden Tagen standen vor allem Rettungshunde im Fokus. Hundeführer und -führerinnen des Malteser-Hilfsdienstes, der Bergwacht Bayern und der Bergwacht Schwarzwald probten mit ihren Vierbeinern das Verhalten am und im Hubschrauber sowie das Auf- und Abwinden aus großer Höhe.
Der dritte Tag war ganz für die Luftretter, genau genommen Rettungsspezialisten Hubschrauber (RSH) der DRK-Bergwacht Württemberg reserviert, unter ihnen die 25-jährige Melanie Immler, die erste Frau als RSH in Baden-Württemberg.
Teil des 14-köpfigen Spezialistenteams
Sie gehört seit vergangenen April zu dem 14-köpfigen Spezialistenteam, das durch eine spezielle Ausbildung für die Rettung aus der Luft ausgebildet und qualifiziert ist, wie die Bergwacht mitteilt. Melanie Immler war bis April bei der Bergwacht Isny beheimatet. Jetzt ist sie bei der Bergwacht Zollernalb im Einsatz, nachdem sie beruflich als Polizeibeamtin nach Balingen gewechselt war.
Nun konnte sie gemeinsam mit ihren Kameraden der RSH-Gruppe und Einsatzkräften der Bergwacht Schwäbisch Gmünd ihre zuvor im Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) in Bad Tölz erworbenen Kenntnisse in Realflugtrainings umsetzen.
Abseilen vom Helikopter
Windeneinsätze sind höchst anspruchsvoll, müssen doch Pilot, Windenoperator und Luftretter bestens aufeinander eingespielt sein, heißt es in der Pressemitteilung der Bergwacht. Neben den rettungstechnischen Fähigkeiten spielt die Kommunikation per Zeichen eine wichtige Rolle. Um dieses Zusammenspiel auch im Einsatzfall zu beherrschen, finden regelmäßige Trainings der Hubschrauberbesatzungen mit den Rettungsspezialisten Helikopter der Bergwacht statt. Dabei wird zum Beispiel das Ablassen der Retter vom Helikopter an dem bis 90 Meter langen Stahlseil ins unwegsame und steile Gelände geübt, um beispielsweise verunglückte Kletterer, verletzte Wanderer oder Waldarbeiter zu erreichen.
In Schwäbisch Gmünd-Degenfeld waren Absetzpunkte auch die Sprungtürme der Degenfelder Schisprungschanzen. Das Aufwinden von Patienten und Retter nach der medizinischen Versorgung stellt eine weitere Herausforderung dar, die ebenfalls intensiv geübt wurde. (ZAK)