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Aktuell Jubiläum

Lichtenstein feiert im Oktober 50. Geburtstag

Die Gemeinde Lichtenstein ist 50 Jahre alt. Im Oktober wird der Zusammenschluss von Unterhausen, Holzelfingen und Honau mit einem Festakt begangen.

Im Zeichen des Schlosses:  Die Gemeinde Lichtenstein feiert Jubiläum.
Im Zeichen des Schlosses: Die Gemeinde Lichtenstein feiert Jubiläum. Foto: Zenke
Im Zeichen des Schlosses: Die Gemeinde Lichtenstein feiert Jubiläum.
Foto: Zenke

LICHTENSTEIN. Dass gefeiert wird, hatte der Gemeinderat wohl schon in der Januar-Sitzung nicht öffentlich entschieden und hinter verschlossenen Türen im Verwaltungsausschuss im Mai auch den Ablauf des Festakts zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde ausgearbeitet. Jetzt diskutierte der Gemeinderat öffentlich das Konzept für die Jubiläumsfeier samt der anschließenden Einwohnerversammlung. Nicht alle Räte konnten sich damit anfreunden.

Unstrittig war dabei der Ablauf des Festakts am 10. Oktober in der Lichtensteinhalle, der musikalisch von Chören aus allen drei Ortsteilen eröffnet werden soll. Nach der Begrüßung gibt es die obligatorischen Festreden und Grußworte. Landrat Dr. Ulrich Fiedler hat sein Kommen schon zugesagt. Anschließend steht eine Talkrunde mit Bürgermeister Peter Nußbaum und den beiden ehemaligen Bürgermeistern von Holzelfingen, Jürgen Richter, und Honau, Dieter Winkler, auf dem Programm. Dabei sollen die vergangenen 50 Jahre und die Zeit des nicht ganz freiwilligen Zusammenschlusses beleuchtet werden. Zudem soll im hinteren Teil der Lichtensteinhalle eine Ecke mit Fotos, Dokumenten und Zeitungsartikeln über 50 Jahre Lichtenstein entstehen.

Mobilität, Schulsanierung und Biosphärengebiet

Insgesamt 80 Minuten sind für den Festakt eingeplant, bevor der Stehempfang beginnt. Die rund halbstündige kulinarische Pause wird in den zweiten Teil des Abends, die Einwohnerversammlung, überleiten, bei der der Blick in die Zukunft der Gemeinde gerichtet werden soll. Drei Themen hat der Verwaltungsausschuss dafür vorgesehen: Mobilität, Schulsanierung und den Beitritt der Gesamtgemeinde zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Um den Abend nicht in die Länge zu ziehen, sollen die Themen an drei Tischen behandelt werden, die Ergebnisse der Diskussion am Ende zusammengefasst allen präsentiert werden. Das Publikum kann dann Fragen stellen.

Bürgermeister Peter Nußbaum brachte am Donnerstagabend ein weiteres Thema ein, dass der Rat in der Sitzung an diesem Abend behandelt hatte: die Haushaltskonsolidierung. Seiner Meinung nach wäre die Einwohnerversammlung das geeignete Umfeld, um die Bürger auch darüber zu informieren: »Ich glaube nicht, dass das den Rahmen sprengt.«

Bernd Hageloch (CDU) nutzte den Vorschlag Nußbaums, um seine grundsätzliche Kritik, die er offensichtlich schon in der nichtöffentlichen Sitzung geäußert hatte, zu erneuern. Für ihn passen Festakt und Einwohnerversammlung nicht zusammen. Günther Frick (FWV) schloss sich dieser Meinung an, allerdings mehr aufgrund der Dauer der Veranstaltung: »Drei Stunden sind zu lang«, erklärte er, und nun solle noch ein weiteres Thema behandelt werden. Marco Gass (CDU) verwies darauf, dass der Verwaltungsausschuss darüber schon diskutiert habe. Für ihn sind es zwei Veranstaltungen, die durch die kulinarische Pause klar getrennt würden. Nach dieser werde der Schalter umgelegt: »Wir nutzen den gleichen Abend und hoffen dadurch auf eine größere Beteiligung«, argumentierte er. Susanne Kromer (OGL) sah's wie Gass: »Wir schauen zuerst in die Vergangenheit und dann in die Zukunft.«

Fünf Gegenstimmen

Martin Schwarz (FWV) konnte sich zwar mit dem Konzept an sich anfreunden, nicht jedoch mit dem zusätzlichen Thema. Werde auch über die Haushaltslage geredet, könnte das zum Schluss führen: »50 Jahre Lichtenstein haben uns dazu gebracht, dass es uns jetzt schlecht geht.« Ein Gedanke, den auch Britta Waschl (SPD) nachvollziehen konnte. Während Tobias Brändle (FWV) es wichtig findet, dass die Bürger sehen, dass sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst und sich Gedanken macht. Letztlich beschloss das Gremium bei fünf Gegenstimmen den von der Verwaltung vorgeschlagenen Ablauf des Festakts. (GEA)