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Aktuell Wohnbauprojekt

In der Wannweiler CDU brodelt es

Haltung zum Bauvorhaben im Unteren Haldenweg scheint die Christdemokraten im Ort zu spalten.

So könnte die Wohnanlage mit 18 bezahlbaren Wohnungen, darunter 11 Sozialwohnungen, im Unteren Haldenweg von Wannweil einmal aus
So könnte die Wohnanlage mit 18 bezahlbaren Wohnungen, darunter 11 Sozialwohnungen, im Unteren Haldenweg von Wannweil einmal aussehen. Am 17. Juni gibt es einen Bürgerentscheid dazu. COMPUTERGRAFIK: BAUGENOSSENSCHAFT PFULLINGEN
So könnte die Wohnanlage mit 18 bezahlbaren Wohnungen, darunter 11 Sozialwohnungen, im Unteren Haldenweg von Wannweil einmal aussehen. Am 17. Juni gibt es einen Bürgerentscheid dazu. COMPUTERGRAFIK: BAUGENOSSENSCHAFT PFULLINGEN

WANNWEIL. Innerhalb der CDU Wannweil werden unterschiedliche Auffassungen zum geplanten Bauvorhaben im Unteren Haldenweg immer deutlicher. Der Fraktionschef, Erich Herrmann, hat eine Presseerklärung veröffentlicht, in dem er sich im Namen der Fraktion und des Vorstandes von einer öffentlichen Veranstaltung distanziert, zu dem der Ortsverbandsvorsitzende Dr. Niels Joeres eingeladen hatte. Dabei handelt es sich um den sogenannten Frühjahrs-Stammtisch der CDU in der Sportgaststätte. Das zentrale Thema dabei: »Großer Wohnkomplex versus dezentrales Konzept«. Es ging also erneut um den umstrittenen Neubau mit 18 bezahlbaren Wohnungen.

Die von Erich Hermann verschickte Presseerklärung kritisiert diesen Stammtisch umfassend. Es sei keine CDU-Veranstaltung, sondern eine Privatveranstaltung von Niels Joeres. Das Thema sei ohne Rücksprache mit den Mitgliedern des Ortsverbandes und gegen den Willen der Fraktion festgelegt worden. Weiter heißt es wörtlich: »Die Fraktion war der Auffassung, die Argumente sind ausgetauscht und wir warten jetzt den Bürgerentscheid ab.« Die Vorstandschaft des CDU-Ortsverbandes würde deshalb nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Niels Joeres bedauerte dies auf Anfrage des GEA und wies darauf hin, dass die Einladung zum Stammtisch bereits vor etwa zwei Wochen veröffentlicht worden sei. Er sehe die CDU im Ort nicht als gespalten an. Was die Partei aber dringend brauche, sei eine Diskussionskultur. Diese sei in der Vergangenheit und insbesondere mit Blick auf das Bauprojekt ausgeblieben. Wörtlich kritisierte er: »Meinungsvielfalt in der CDU hat inzwischen Tradition. Wir leben schließlich nicht mehr in der Adenauer-Zeit, in der ein enger Kreis bestimmt, wo es langgeht und alle anderen folgen.« (GEA)