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Baubeginn wohl nach den Sommerferien: Die Hanner Steige wird saniert

Hangsicherung kostet 1,5 Millionen Euro. Die Hanner Steige, auf der täglich rund 1 550 Fahrzeuge unterwegs sind, muss dafür komplett gesperrt werden – wie lang, ist noch unklar

Der Hang ist in Bewegung, die Hanner Steige ist wegen der Sanierungsarbeiten halbseitig gesperrt.  FOTO: MEYER
Der Hang ist in Bewegung, die Hanner Steige ist wegen der Sanierungsarbeiten halbseitig gesperrt. FOTO: MEYER
Der Hang ist in Bewegung, die Hanner Steige ist wegen der Sanierungsarbeiten halbseitig gesperrt. FOTO: MEYER

BAD URACH. Das Sanieren der Albaufstiege ist ein kostspieliges Dauerthema für den Landkreis: Jetzt ist die Hanner Steige zwischen Bad Urach und St. Johann an der Reihe. Voraussichtlich nach den Sommerferien beginnen im oberen Teil Hangsicherungsmaßnahmen. Die Steige, auf der täglich rund 1 550 Fahrzeuge unterwegs sind, muss dafür komplett gesperrt werden – wie lang, ist noch unklar. Möglicherweise wird sich die Sperrung der Hanner Steige mit der Sperrung der B 28 überschneiden. Der Kreistagsausschuss für Technische Fragen und Umweltschutz hat der Planung zugestimmt, die Arbeiten sollen rasch ausgeschrieben werden – der Kreistag muss noch sein Plazet geben. Die Gesamtkosten liegen nach derzeitigen Schätzungen bei rund 1,5 Millionen Euro.

Auf rund 140 Metern im oberen Teil der Steige wird gebaut. Die Arbeiten wurden nötig, weil es talseitig zu Böschungsabbrüchen, Rissen und Rutschungen gekommen ist. Die Strecke kann teilweise nur noch einspurig befahren werden. Starke Regenfälle in den vergangenen Monaten haben den Zustand weiter verschlechtert. Die Sanierung, hieß es im Ausschuss, sei »unausweichlich«.

Schon im vergangenen Jahr gab es Felssicherungen im Hang oberhalb der Straße, außerdem wurde ein Steinschlagzaun angebracht. Jetzt muss die Fahrbahn stabilisiert werden. Angefangen wird an der ersten Kehre von Bleichstetten her kommend. Eine Bohrpfahlwand soll auf rund 100 Metern Stabilität schaffen, eine L-Stützwand auf weiteren 40 Metern. Für die Bohrpfahlwand werden in einem Abstand von 2,5 Metern 40 Betonpfähle mit einer Länge von mindestens 8 Metern und einem Durchmesser von 75 Zentimetern in den felsigen Untergrund gebohrt. Zur Fahrbahn hin entsteht ein Schrammbord. Die L-Stützwand dient der Straßensicherung unterhalb des Banketts.

Das sanierungsbedürftige Steigen-stück liegt im Vogelschutzgebiet Mittlere Schwäbische Alb. Schutzmaßnahmen müssen deshalb noch mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. (GEA)