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Aktuell Infektionsschutz

Tübinger Ärztin Lisa Federle rechnet weiter mit Masken im Nahverkehr

Maskenpflicht im Nahverkehr
Eine Frau steigt in eine Stadtbahn in der Innenstadt. Foto: Marijan Murat
Eine Frau steigt in eine Stadtbahn in der Innenstadt.
Foto: Marijan Murat

TÜBINGEN. Auch nach dem Aus für die Pflicht im öffentlichen Nahverkehr werden Menschen in Bussen und Bahnen nach Einschätzung der Tübinger Ärztin Lisa Federle Masken tragen, um sich und andere zu schützen. »Es wird durchaus Leute geben, die sie unterwegs und je nach Situation tragen werden«, sagte Federle am Mittwoch auf Anfrage. Da es nach wie vor viele Infektionen mit dem Coronavirus gebe, sei ein Mund-Nasen-Schutz auch weiter zu empfehlen.

Baden-Württemberg will die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr vom 31. Januar an aufheben. Federle hält diese Entscheidung für vernünftig. »Es kann und muss jeder die Verantwortung selbst übernehmen«, sagte die Medizinerin. »Denn wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben.« Auch sie setze weiterhin die Maske auf, wenn es ihr nicht gut gehe oder ihr danach sei.

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Die Notfallärztin und Pandemiebeauftragte ist durch ihren Einsatz während der Pandemie und durch die Einführung des »Tübinger Modells« mit seinem umfangreichen Testkonzept bundesweit bekannt geworden.

Maskenpflicht soll abgeschafft werden

Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen soll in Baden-Württemberg wie in mehreren anderen Ländern auch abgeschafft werden. Nach Plänen von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) wird sie vom 31. Januar an aufgehoben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch auf Nachfrage erfuhr. Damit entfällt eine der letzten großen Einschränkungen aus Zeiten der Corona-Pandemie. Der Vorschlag soll noch regierungsintern abgestimmt werden, gilt aber als unumstritten. »Das ist ein konsequenter Schritt unseres stufenweisen Vorgehens in der Pandemiebewältigung«, sagte Lucha der dpa. »Nachdem wir Ende des vergangenen Jahres bereits die Isolationspflicht für Infizierte abgeschafft haben, gehen wir nun den nächsten Schritt.« 

»Selbstverständlich spricht nichts gegen ein freiwilliges Tragen der Maske. Besonders vulnerable Menschen können sich so vor der Ansteckung mit Viren schützen.« Eine allgemeineine Verpflichtung zum Maske-Tragen im Nahverkehr sehe man dann aber nach derzeitiger Einschätzung der Infektionslage nicht mehr. (dpa)