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Aktuell Studie

Kommunikation verrät den Gemütszustand

Die Häufigkeit und Zeiten der Nutzung des Smartphones sowie die Wortwahl in der Kommunikation verraten einiges über den Nutzer.
Die Häufigkeit und Zeiten der Nutzung des Smartphones sowie die Wortwahl in der Kommunikation verraten einiges über den Nutzer. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Häufigkeit und Zeiten der Nutzung des Smartphones sowie die Wortwahl in der Kommunikation verraten einiges über den Nutzer. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

TÜBINGEN. Erste Anzeichen einer Depression sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen oft erst zu erkennen, wenn es schon eine »richtige« Depression ist, weiß der Tübinger Psychologe Stefan Lüttke. Um die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen oder Rückfälle zu vermeiden, hat der Wissenschaftler mit seinem Team ein Frühwarnsystem in Form einer App entwickelt. »Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen in einer depressiven Phase ›anders‹ schreiben als sonst«, sagt Lüttke.

Sie verwenden zum Beispiel eher negative oder absolute Wörter wie »nie« und »kein«, »alles« und »immer« sowie häufiger die Ich-Form. Sie brauchen länger, um auf Nachrichten zu antworten und lassen ein Schwarz/Weiß-Denken erkennen. Über eine Studie will der Wissenschaftler nun herausfinden, ob sein Konzept, Betroffenen über das Smartphone erste Hilfe anzubieten, funktioniert. (GEA)