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Wo 2026 im Land Bürgermeisterwahlen sind

Neben dem neuen Ministerpräsidenten wird in elf Städten in Baden-Württemberg in diesem Jahr auch ein neuer Bürgermeister gewählt.

In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen. Foto: Uli Deck/dpa
In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen.
Foto: Uli Deck/dpa

MÖSSINGEN/FREIBURG. In insgesamt elf Städten in Baden-Württemberg werden 2026 neue Bürgermeister und Oberbürgermeister gewählt. Eine Übersicht über die Kandidaten und ihre Chancen. Los geht es bereits am kommenden Wo-chenende.

- Böblingen

Die 51.050-Einwohner-Stadt Böblin-gen macht gemeinsam mit Winnenden den Auftakt ins OB-Wahljahr. Schon am 25. Januar möchte Amtsinhaber Stefan Belz (Grüne) für eine zweite Amtszeit bestätigt werden. Die parteilose Dauerbewerberin Friedhild »Fridi« Miller versucht es wie vor acht Jahren in Böblingen erneut. Der Finanzberater Stefan Thien (Werteunion) gehört ebenso zum Kandidatenfeld, wie der parteilose Vertriebsleiter Aleksandar Blazevski und Wirtschaftsinformatiker Lucas Guimaraes de Macedo (Volt). Außerdem hat kurz vor Ende der Bewerbungsfrist Ende Dezember der Diplom-Physiker Werner Schneider seine Bewerbung abgegeben.

- Winnenden

In Winnenden (Rems-Murr-Kreis) will am 25. Januar Amtsinhaber Hartmut Holzwarth (CDU) die Bestätigung für eine dritte Amtszeit. Kurz vor dem Ende des Bewerbungsschlusses kündigte der 60-jährige parteilose Stadtrat Hans-Martin Fischer als Herausforderer seine Kandidatur an. Der gelernte Bankkaufmann Fischer ist als Fotograf und Filmproduzent tätig.

- Baden-Baden

Außerplanmäßig sucht die Kurstadt einen Nachfolger für Dietmar Späth (parteilos). Wahltermin ist am 8. März. Öffentlich bekannt ist die Kandidatur von Lencke Wischhusen. Sie war von 2015 bis 2023 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und Vorsitzende der dortigen FDP-Fraktion. Bekannt ist sie außerdem als Investorin aus dem Vox-Format »Höhle der Löwen«. In Baden-Baden tritt die 40-Jährige parteilos an, wird aber von der CDU unterstützt. Außerdem haben Frank Tschany (parteilos) und Milutin Stanisavljevic (FDP) ihr Interesse bekundet. Beide waren auch in Bühl bei der OB-Wahl 2025 angetreten. Jan Schmidt, Angestellter bei einem Unternehmen für den Bau von Aufzügen, hat seine Bewerbung angekündigt.

- Ravensburg

Gleich drei OB-Wahlen gibt es am 8. März, dem Tag der Landtagswahlen: Neben Baden-Baden und Eislingen auch Ravensburg. Eine dritte Amtszeit strebt dort Daniel Rapp (CDU) an. Bei der ersten Wiederwahl 2018 erhielt Rapp 93,1 Prozent der Stimmen. Gegenkandidaten sind bisher nicht bekannt, können ihre Bewerbung aber noch bis 9. Februar einreichen.

- Eislingen

In Eislingen (Kreis Göppingen) geht Amtsinhaber Klaus Heininger in den Ruhestand. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 9. Februar, doch schon jetzt gibt es drei Kandidaten für die Wahl am 8. März: Andreas Cerrotta, Physiotherapeut und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat, der Eislinger Stadtkämmerer Oliver Marzian und Anja Sauer (beide parteilos), Bürgermeisterin von Römerstein im Kreis Reutlingen.

- Freiburg

Als einzige Großstadt wählt 2026 Freiburg den Rathauschef. OB Martin Horn hatte früh angekündigt, bei der Wahl am 26. April wieder anzutreten. Obwohl die Bewerbungsfrist erst am 30. März endet, haben bereits fünf weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Monika Stein wird von einem linken Bündnis unterstützt. Der Lehrer und Referent für Demokratiebildung Dejan Mihajlovic (parteilos) will Freiburg zu einer »Demokratiemodellstadt« machen. Das Schwerpunktthema der Coachin und Unternehmensberaterin Valerie Schult ist die Gesundheit. Ebenfalls treten an Martin Borgmann von der Satirepartei »Die Partei« und der parteilose Unternehmer Achim Wiehle. Im Wahlkampf geht es auch die Einführung der Verpackungssteuer. Amtsinhaber Horn war gegen die Abgabe auf Einwegverpackungen, eine knappe Ratsmehrheit dafür.

- Stutensee

Im Sommer sucht Stutensee (Kreis Karlsruhe) einen Nachfolger von Petra Becker, die nicht mehr kandidieren wird.

- Mössingen

Ebenfalls im Sommer wählt Mössingen. Schon jetzt ist klar, dass Amtsinhaber Michael Bulander erneut antreten will. Die Wahl wird voraussichtlich am 5. Juli stattfinden.

- Ehingen/Donau

Ob Alexander Baumann in Ehingen nochmals antritt, ist noch nicht klar. Der Amtsinhaber ist seit 31 Jahren, zunächst als Finanzbürgermeister und dann als OB in Ehingen tätig. Die Wahl wird Ende September oder Anfang Oktober stattfinden. Über den genauen Termin entscheidet der Gemeinderat im Frühjahr.

- Offenburg

Der Christdemokrat Marco Steffens hört als OB auf. Er begründet den Verzicht damit, dass er sich künftig um seine Familie, und insbesondere um seinen Vater, kümmern will. Die Wahl in der rund 63.000 Einwohner zählenden Kommune ist im Herbst geplant. Über den genauen Termin wird im Frühjahr abgestimmt. Bereits Ende vergangenen Jahres hat Betriebswirt Uli Albicker seine Kandidatur angekündigt. In Offenburg findet am 8. März ein Bürgerentscheid über die Zukunft des Flugplatzes statt, parallel zur Landtagswahl. Die Bürger stimmen ab, ob das Areal zu einem Gewerbegebiet entwickelt werden soll.

- Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen ist die zweitgrößte Stadt, in der in diesem Jahr ein Oberbürgermeister gewählt wird. Jürgen Roth (CDU) will sich für eine zweite Amtszeit bestätigen lassen. Die Wahl findet am 4. Oktober statt. (GEA)