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Aktuell Ermittlingen

Diese Ereignisse in der Region aus 2025 sind auch im neuen Jahr noch Thema

Eine in Tübingen entführte Frau, eine Leiche im Koffer in Filderstadt und das Bahnunglück von Riedlingen: Warum diese und andere Fälle Polizei und Staatsanwaltschaft weiter beschäftigen.

Das Bahnunglück von Riedlingen, eine in Tübingen entführte Frau, eine Leiche im Koffer in Filderstadt und ein Gondelabsturz in Horb sind auch 2026 noch Thema. Foto: dpa
Das Bahnunglück von Riedlingen, eine in Tübingen entführte Frau, eine Leiche im Koffer in Filderstadt und ein Gondelabsturz in Horb sind auch 2026 noch Thema.
Foto: dpa

TÜBINGEN/REUTLINGEN. Gleich mehrere Ereignisse aus der Region haben 2025 Schlagzeilen weit über Baden-Württemberg hinaus gemacht. In manchen Fällen sind die Ermittlerinnen und Ermittler noch bei der Arbeit. 

Frau in Tübingen gefesselt und entführt 

Auf dem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum im Schleifmühleweg  wurde eine Autofahrerin überfallen und entführt.
Auf dem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum im Schleifmühleweg wurde eine Autofahrerin überfallen und entführt. Foto: Jürgen Meyer
Auf dem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum im Schleifmühleweg wurde eine Autofahrerin überfallen und entführt.
Foto: Jürgen Meyer

Am Karsamstag wird eine 68-Jährige auf einem Supermarktparkplatz in Tübingen überfallen und entführt. Ein Unbekannter kommt in das abgestellte Auto der Frau, bedroht sie mit einem Messer, schlägt, fesselt sie und drückt sie auf die Rückbank. Er fährt vom Parkplatz und verfrachtet die 68-Jährige später in den Kofferraum. Die Frau kann ihre Fesseln lösen und sich aus dem Auto befreien. Der Mann flüchtet mit mehreren gestohlenen Bankkarten. Nachdem der Fall bei »Aktenzeichen XY« vorgestellt wird, erhält die Polizei laut einer Sprecherin mehrere Dutzend Hinweise, darunter »Ermittlungstipps und Ratschläge« sowie Verweise auf Fälle, die sich im ganzen Bundesgebiet ereignet hätten und mögliche Parallelen zu dem Tübinger Fall aufweisen könnten. »Auf Personen an sich gingen wenige Hinweise ein.«

Zugunglück in Riedlingen

Nach dem Zugunglück in Oberschwaben
Mehrere Waggons sind nach einem Erdrutsch entgleist. (Archivbild) Foto: Bernd Weißbrod/DPA
Mehrere Waggons sind nach einem Erdrutsch entgleist. (Archivbild)
Foto: Bernd Weißbrod/DPA

Drei Menschen sterben am 27. Juli, als ein Regionalzug bei Riedlingen (Landkreis Biberach) entgleist: der Lokführer, ein Auszubildender der Bahn sowie eine 70 Jahre alte Reisende. Mehr als 30 Fahrgäste werden verletzt, manche von ihnen lebensgefährlich. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass ein durch viel Regenwasser ausgelöster Erdrutsch direkt an der Strecke die Entgleisung verursacht hat. »Das eingeleitete Todesermittlungsverfahren wurde noch nicht zu Ende gebracht«, teilt ein Sprecher der Ulmer Polizei mit. »Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.« Mehr als vier Monate nach dem schweren Zugunglück fahren auf der betroffenen Bahnstrecke seit Mitte Dezember wieder Züge.

Leiche in Koffer in Filderstadt

Leiche in Koffer am Stadtrand von Filderstadt gefunden
In Filderstadt ermittelt die Polizei wegen einer Leiche in einem Koffer. (Archivbild) Foto: Markus Lenhardt/DPA
In Filderstadt ermittelt die Polizei wegen einer Leiche in einem Koffer. (Archivbild)
Foto: Markus Lenhardt/DPA

Eine stark verweste, zum Teil schon skelettierte Leiche entdecken Mitarbeiter eines Bauhofs am 28. August in Filderstadt (Landkreis Esslingen). Es handelt sich um eine 40 Jahre alte Frau, die seit mehr als einem Monat als vermisst gilt. Drei Wochen nach dem Fund wird ein Mann aufgrund des Verdachts eines Tötungsdeliktes festgenommen, der 51-jährige Türke kommt in Untersuchungshaft. Die Soko Trolley der Reutlinger Polizei war durch einen Zeugenhinweis auf die Spur des Mannes gekommen. »Weitere Angaben können bis zu einem möglichen Gerichtsverfahren nicht gemacht werden«, teilt ein Sprecher mit. Ähnlich äußert sich der Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft.

Gondelabsturz auf Baustelle in Horb am Neckar

Brückenbaustelle in Horb
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Arbeitsunfall mit drei Toten gegen einen Kranführer wegen fahrlässiger Tötung. (Archivfoto) Foto: Marijan Murat/DPA
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Arbeitsunfall mit drei Toten gegen einen Kranführer wegen fahrlässiger Tötung. (Archivfoto)
Foto: Marijan Murat/DPA

Mutmaßlich wegen menschlichen Versagens stürzt am 20. Mai auf einer Großbaustelle in Horb am Neckar (Landkreis Freudenstadt) eine Gondel mit drei Bauarbeitern in die Tiefe. Die Männer im Alter von 40 bis 46 Jahren kommen ums Leben. Die sogenannte Kranflasche, an deren Haken die Transportgondel befestigt war, hat sich nach bisherigen Erkenntnissen wohl an querlaufenden Drahtseilen verfangen, sodass das Kranseil letztendlich riss. Gegen den inzwischen 37 Jahre alten Kranführer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. (dpa)