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Tübinger Senior mit falschen Gewinnversprechen betrogen

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Ein Mann hält einen Telefonhörer. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild
Ein Mann hält einen Telefonhörer. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild

TÜBINGEN. Betrüger haben einen 81-Jährigen Mann aus einer Tübinger Teilgemeinde in den vergangenen Tagen um mehrere tausend Euro gebracht. Der Senior hatte seit Dienstag mehrere Anrufe erhalten, in denen ihm von einem Kriminellen ein sechsstelliger Lotteriegewinn vorgegaukelt wurde. Das Geld solle ihm an seiner Wohnadresse übergeben werden. Allerdings seien vor der Auszahlung Gebühren fällig und dem Überbringer zu übergeben. Im Glauben an den hohen Gewinn schenkte der Senior den Betrügern Vertrauen und übergab den geforderten Betrag an einen Unbekannten, ohne jedoch den angeblichen Gewinn zu erhalten. Ihm wurde in einem erneuten Anruf ein noch höherer Gewinn für den folgenden Tag avisiert, wenn die dafür anfallende und nochmals höhere Gebühr entrichtet würde.

Erst als der Mann erneut Geld von seiner Bank abholen wollte, fiel der Schwindel auf und die Polizei wurde verständigt. Diese Betrugsmasche ist der Polizei altbekannt. Bereits seit Jahren führen sogenannte Gewinnspielversprechen immer wieder zum Erfolg. Das Vorgehen der Betrüger ist dabei im Kern stets dasselbe.

Nach einer Kontaktaufnahme per Email oder Telefon werden die Opfer über einen vermeintlichen Gewinn bei einem Glückspiel informiert. Dabei werden nicht nur größere Geldbeträge, sondern mitunter auch andere hochpreisige Gewinne, wie zum Beispiel teure Autos, in Aussicht gestellt. Vor der Übergabe des Gewinns werden die Opfer aber stets aufgefordert, noch Zahlungen zu leisten, die mit fälligen Gebühren oder anderweitig entstandenen Kosten begründet werden. Um der ganzen Geschichte Glaubwürdigkeit zu verleihen, geben sich die Täter dabei nicht selten als Rechtsanwälte oder Notare aus. Es fällt auf, dass sich die Betrüger mit dieser Masche fast ausschließlich an ältere Menschen wenden. (pol)