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Polizei zieht mehrere getunte Autos und Fahrer unter Drogen aus dem Verkehr

Sieben Fahrzeuge und drei Fahrer musste die Verkehrspolizei bei einer Kontrolle am vergangenen Freitag im Stadtgebiet Reutlingen und Metzingen aus dem Verkehr ziehen, weil bei deren Autos durch technische Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen war oder die Fahrer unter Drogen standen.

Wenn der Konsum aus dem Ruder läuft, wird Cannabis zum Problem.  FOTO: DPA
Ein Joint. FOTO: DPA
Ein Joint. FOTO: DPA

REUTLINGEN. Zwischen 14.30 Uhr und 23.30 Uhr nahmen die Spezialisten der Verkehrspolizei gezielt technisch veränderte und getunte Fahrzeuge ins Visier. So fiel ihnen in Reutlingen ein VW Golf auf, bei dem das Fahrwerk unzulässiger Weise so verändert war, dass der Wagen nach der Begutachtung durch einen Sachverständigen als verkehrsunsicher eingestuft wurde. Eine überlaute Suzuki erregte kurz darauf das Interesse der Beamten. Wie sich herausstellte, hatte der 26-jährige Biker den Innenschalldämpfer ausgebaut, wodurch die Betriebserlaubnis erloschen war. Auch für einen 23-jährigen Fahrer eines Audi TT endete die Fahrt an der Kontrollstelle, nachdem dieser seinen Wagen so tief gelegt hatte, dass lediglich vier Zentimeter Bodenfreiheit übrig war. Alle Fahrer müssen mit einem teils saftigen Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen. Hinzukommen die Kosten für eine neue Betriebserlaubnis, nachdem die Fahrzeuge wieder in einen verkehrssicheren Zustand gebracht worden sind. Auch die Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuglenker, insbesondere das Fahren unter Drogen stand an diesem Tag im Focus  der polizeilichen Kontrollen.

So wurde kurz nach 15 Uhr in der Adolf-Damaschke-Straße ein Alfa Romeo in die Kontrollstelle gewunken. Dabei touchierte der Wagen den Randstein und fuhr zudem über die angrenzende Grünfläche. Nachdem der 50 Jahre alte Fahrer nicht nur erhebliche Probleme hatte, seinen Wagen auf die zugewiesene Fläche zu manövrieren, sondern auch den Weisungen der Polizeibeamten nur mühsam folgen konnte, nahmen diese ihn genauer unter die Lupe. Die Überprüfung ergab Hinweise auf einen vorausgegangenen Cannabiskonsum. Seine Fahrt endete an der Kontrollstelle und er musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Er sieht jetzt einer entsprechenden Strafanzeige entgegen.

Neben mehreren Verstößen gegen die Gurtpflicht und das Handyverbot und gleich vier Rotlichtverstößen gingen den Beamten zwei weitere Fahrer ins Netz, die sich wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss verantworten müssen. Die Kontrollen werden fortgesetzt. (pol)