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Aktuell Polizeimeldung

Die Unwetterbilanz des Polizeipräsidiums Reutlingen

Am Donnerstagabend ist ein heftiges Gewitter über den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen gezogen.

Starkregen Unwetter Sonnenbühl Undingen
Überschwemmte Straßen in Sonnenbühl-Undingen. Foto: Joachim Baier
Überschwemmte Straßen in Sonnenbühl-Undingen.
Foto: Joachim Baier

REUTLINGEN. Während es im Kreis Tübingen zu keinen nennenswerten Einsätzen kam, hatten die Rettungskräfte in den Kreisen Reutlingen und Esslingen ab 19.45 Uhr alle Hände voll zu tun. In der Zeit zwischen 19.45 Uhr und 21.45 Uhr gingen in der Notrufzentrale des Polizeipräsidiums Reutlingen 103 unwetterbedingte Notrufe ein, die zu 42 polizeilichen Einsätzen führten.

Im Kreis Reutlingen war am heftigsten die Gemeinde Sonnenbühl, insbesondere der Ortsteil Undingen, von dem Unwetter betroffen. Kurz nach 19.30 Uhr setzte starker Hagel ein. In der Folge liefen etliche Keller mit Wasser voll. In Reutlingen und den umliegenden Ortschaften mussten ebenfalls zahlreiche Keller ausgepumpt werden.

Im Kreis Esslingen kam es infolge eines Blitzeinschlags zu einem Dachstuhlbrand in Aichwald-Aichschieß mit einem Sachschaden in Höhe von etwa 80.000 Euro. Vermutlich aufgrund eines Blitzeinschlags in ein Wohnhaus in der Hermann-Kurz-Straße in Kirchheim fiel im dortigen Wohngebiet der Strom aus. An dem Gebäude ist glücklicherweise kein Schaden entstanden. Die L 1209 war in der Unterführung der B 27 zwischen Bernhausen und Plattenhardt überflutet. Ein VW Passat blieb in dem kniehohen Wasser stehen und konnte aufgrund eines Motorschadens nicht mehr weiterfahren. Am Flughafen Stuttgart kam es am Donnerstagabend zu Verzögerungen bei der Abfertigung der Maschinen und zu Flugannullierungen. Ein 35-Jähriger war um 19.30 Uhr noch damit beschäftigt ein Flugzeug mit Gepäck zu beladen. Unglücklicherweise hatte der Mann nicht mitbekommen, dass die Abfertigung kurz zuvor eingestellt worden war. Vermutlich durch einen Blitzeinschlag in der Umgebung der Maschine bekam er einen Stromschlag. Der Arbeiter fuhr danach selbst zum Dienstgebäude zurück und wurde im Anschluss vorsorglich zur Untersuchung in eine Klinik gebracht.

Gegen 22 Uhr beruhigte sich das Wetter wieder. Bis zum Freitagmorgen wurden außer dem Flughafen-Mitarbeiter keine weiteren Verletzten gemeldet. Wie hoch sich der angerichtete Sachschaden durch das Gewitter beläuft, kann noch nicht gesagt werden. (pol)