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Umfrage: Knappe Mehrheit für schwere Waffen für Ukraine

Eine knappe Mehrheit der Deutschen wäre laut einer Umfrage dafür, schwere Waffen wie Panzer in die Ukraine zu schicken. Das Meinungsbild hinsichtlich der Frage, ob die Bundesregierung mehr tun sollte, ist jedoch uneinheitlich.

Ukraine-Krieg
»Schwere Waffen jetzt« steht auf einem Plakat bei einer Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine in Berlin. Foto: Paul Zinken
»Schwere Waffen jetzt« steht auf einem Plakat bei einer Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine in Berlin.
Foto: Paul Zinken

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ist nach einer Umfrage für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

51 Prozent sprachen sich im Trendbarometer von RTL und ntv für die Lieferung von Offensivwaffen und schwerem Gerät aus. 37 Prozent sind nach der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Erhebung dagegen.

Zugleich ist das Meinungsbild aber uneinheitlich hinsichtlich der Frage, ob die Bundesregierung mehr tun sollte. 38 Prozent der 1007 Befragten sind der Meinung, die Regierung tue zu wenig, um die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen. 34 Prozent halten den Umfang für genau richtig. 16 Prozent hingegen sind der Meinung, Deutschland unternehme zu viel.

Vor allem Anhänger der Grünen (44 Prozent) sowie der Unionsparteien (46 Prozent) fordern mehr Unterstützung für die Ukraine. Dass die Regierung sich zu viel für die Ukraine engagiere, meinen vor allem Anhänger der AfD (51 Prozent).

Nur 42 Prozent zufrieden mit Scholz

Mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zufrieden sind nur 42 Prozent. 52 Prozent sind es weniger oder gar nicht.

Dagegen sind 61 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zufrieden. Auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) darf sich über eine Zustimmung von 58 Prozent freuen.

Mit der Arbeit von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) sowie Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sind mehr Bundesbürger nicht zufrieden als zufrieden. Nur 21 Prozent der Befragten gaben an, sie seien mit Lambrechts Arbeit glücklich. Lediglich 23 Prozent sind es bei Faeser.

© dpa-infocom, dpa:220419-99-966245/2