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Aktuell Inland

Studierendenzahlen weiter rückläufig

Erstmals seit 2007/2008 verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Rückgang in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Doch bei den Erstsemestern gibt es etwas Positives zu vermelden.

Hörsaal
Studenten im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Foto: Peter Kneffel/DPA
Studenten im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Foto: Peter Kneffel/DPA

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist im zweiten Jahr nacheinander zurückgegangen. Im laufenden Wintersemester 2023/2024 sind nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes insgesamt 2.871.500 Studierende an den deutschen Hochschulen eingeschrieben.

Das sind 1,7 Prozent weniger als im Wintersemester davor und 2,5 Prozent weniger als noch ein Wintersemester früher. Zuvor war die Studierendenzahl seit dem Wintersemester 2007/2008 stetig gestiegen, wie das Amt in Wiesbaden mitteilte.

»Dabei fällt der jüngste Rückgang in den einzelnen Hochschularten unterschiedlich stark aus«, berichteten die Statistiker. An Universitäten, Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen waren weniger Menschen eingeschrieben. Allein an Kunsthochschulen stieg die Zahl der Studierenden.

Wieder mehr Erstsemester

Auch wenn die Gesamtzahl der Studierenden rückläufig ist: Die Erstsemesterzahl steigt. Im Studienjahr 2023 (Sommersemester plus Wintersemester) nahmen 479.300 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf. Damit hat sich nach vorläufigen Ergebnissen die Erstsemesterzahl um 1,2 Prozent erhöht. Vor 2021 hatte sich die Erstsemesterzahl über vier Jahre rückläufig entwickelt.

Das hatte laut Statistischem Bundesamt vor allem daran gelegen, dass die Zahl der jungen Menschen in den relevanten Altersgruppen abnahm. »Die Corona-Pandemie hatte diese Entwicklung noch verstärkt, da dadurch vorübergehend die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kamen, stark zurückging.«

© dpa-infocom, dpa:231128-99-101003/2