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Hochschulrektorenkonferenz: 21.000 Ukrainer wollen studieren

Universitäten in Deutschland könnten im Herbst vor einer neuen Herausforderung stehen: Tausende aus der Ukraine geflüchtete junge Menschen hoffen darauf, ihr Studium hierzulande fortsetzen zu können.

Vorlesung an Universität
Studierende im Audimax der Technischen Universität München (TUM). Foto: Peter Kneffel
Studierende im Audimax der Technischen Universität München (TUM).
Foto: Peter Kneffel

Rund 21.000 ukrainische Schulabgänger und Studierende wollen eine Hochschule in Deutschland besuchen. Das sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf das bis Juni geäußerte Studieninteresse.

Hinzu kämen noch 10.000 Studierende, die aus der Ukraine geflohen seien, jedoch keine ukrainische Staatsbürgerschaft haben. Vor Beginn des Kriegs galt die Ukraine als beliebter Studienort, gerade für junge Menschen aus ärmeren Ländern.

»Die Zahlen sind allerdings volatil, weil es nicht ganz einfach ist, verlässlich zu erfassen, wie viele Studierende und Studienberechtigte aus der Ukraine sich tatsächlich in Deutschland aufhalten«, betonte Alt. Das habe auch damit zu tun, dass einige Studierende bereits in die Ukraine zurückgekehrt seien.

»Die meisten ukrainischen Geflüchteten verfügen über gute Voraussetzungen für ein Studium, sowohl was die Formalia, wie etwa wichtige Dokumente, als auch die Qualifikation angeht«, sagte der HRK-Präsident den Zeitungen. Für die Hochschulen könnte die erhöhte Zahl der Studienanfänger im Herbst jedoch zur Herausforderung werden. »Wir stehen vor einer schwierigen Situation: Wir wissen noch nicht genau, wozu uns die Pandemie im Herbst zwingen könnte. Hinzu kommen die stark erhöhten Energiekosten und die durch den Krieg in der Ukraine möglicherweise steigenden Studierendenzahlen.«

© dpa-infocom, dpa:220806-99-292855/3