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Empörung: Polizei hängt Plakate israelischer Geiseln ab

Auf den Plakaten sind Bilder von Menschen, die von der islamistischen Terrororganisation Hamas aus Israel verschleppt worden waren. Es gibt Kritik am Vorgehen der Einsatzkräfte.

Plakataktion zu Opfern und Geiseln der Hamas
Teilnehmer einer Plakataktion des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hängen Plakate zu den Ermordeten und Geiseln der Hamas in Berlin-Friedrichshain auf. Foto: Christoph Soeder/DPA
Teilnehmer einer Plakataktion des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hängen Plakate zu den Ermordeten und Geiseln der Hamas in Berlin-Friedrichshain auf.
Foto: Christoph Soeder/DPA

Ein Polizeieinsatz, bei dem in Berlin Plakate mit Bildern israelischer Geiseln entfernt wurden, hat für Empörung gesorgt. Ein auf der Plattform X, früher Twitter, geteiltes Video zeigt, wie Polizisten Plakate von einer Litfaßsäule entfernten.

Auf diesen waren Bilder von Menschen, die von der islamistischen Terrororganisation Hamas aus Israel verschleppt worden waren. Einige Nutzer kritisierten das Vorgehen der Einsatzkräfte. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik äußerte ihr Bedauern.

Rechtliche Bewertung steht noch aus

Sie könne »absolut nachempfinden, dass durch das Abnehmen der Plakate Gefühle, insbesondere von Angehörigen und Freunden der Geiseln sowie den Menschen der israelisch/jüdischen Community verletzt wurden«, teilte Slowik am Abend auf X mit. »Das macht mich betroffen und ich bedauere das außerordentlich.« Völlig unabhängig davon stehe die rechtliche Bewertung des Plakatierens noch aus.

Laut Angaben der Polizei zeigt das Video einen Einsatz vom vergangenen Donnerstag in Berlin-Friedrichshain. »Aufgrund des Verdachts unberechtigter Plakatierung entfernten unsere Kollegen diese von der Litfaßsäule«, schrieb die Behörde auf X. Eine Bewertung der Berliner Generalstaatsanwaltschaft stehe noch aus.

© dpa-infocom, dpa:231031-99-776502/2