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Mitmachaktion »Insektensommer« geht in zweite Runde

Ob Hummeln, Schmetterlinge oder Libellen: Der Nabu und der LBV rufen erneut dazu auf, Insekten zu zählen und zu melden. Dadurch soll der Fokus auf die Gefährdung der Tiere gelegt werden.

Schmetterling
Ein Weißklee-Gelbling sitzt auf einer Blume. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/DPA
Ein Weißklee-Gelbling sitzt auf einer Blume.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/DPA

Im August gibt es Hummeln, Schmetterlinge, Libellen und viele andere Insekten zu beobachten. Vom 4. bis 13. August rufen der bayerische Naturschutzverband LBV und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) deshalb wieder die Bevölkerung auf, eine Stunde lang die sechsbeinigen Tierchen in ihrer Umgebung zu zählen und zu melden.

Es ist die zweite Runde der Mitmachtaktion »Insektensommer«. Bereits im Juni hatten sich daran viele Menschen beteiligt und fast 3500 Meldungen abgegeben. Dabei hatten diese nach Angaben der Naturschutzverbände auffallend viele Hornissen gesichtet, Schmetterlinge dagegen deutlich seltener.

Mit der Zählaktion wollen Nabu und LBV den Fokus auf die Bedeutung und Gefährdung der Insekten lenken. Außerdem soll das Projekt wichtige Hinweise liefern, wie es den Käfern, Hummeln, Bienen und Schmetterlingen hierzulande geht.

Der August ist dem Nabu zufolge für viele Insekten der Höhepunkt des Jahres. Wespen- und Hornissenvölker erreichen dann zum Beispiel ihre volle Größe. Auch Grashüpfer und Heupferde sind demnach im Hochsommer ausgewachsen.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen laut dem LBV wieder die heimischen Hummeln und andere Arten, die jetzt verstärkt hüpfen, krabbeln und fliegen wie die Blaue Mosaikjungfer. »Auch farbenprächtige Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs oder der Schwalbenschwanz flattern dieser Tage über die Wiesen. Am besten beobachten lassen sie sich an sonnigen, windstillen Tagen«, sagte LBV-Expertin Tarja Richter.

© dpa-infocom, dpa:230803-99-675111/2