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Spitzenverbände der Wirtschaft warnen vor Schwächung Europas

Die EU sei für sie von zentraler Bedeutung, sagen Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft. Mit einem Appell richten sie sich deshalb an die Wahlberechtigten bei der Europawahl.

EU-Flagge
Verbände fordern eine EU-Politik, die es den Unternehmen und Beschäftigten europaweit ermögliche, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Foto: Jens Kalaene/DPA
Verbände fordern eine EU-Politik, die es den Unternehmen und Beschäftigten europaweit ermögliche, ihre Potenziale voll auszuschöpfen.
Foto: Jens Kalaene/DPA

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben kurz vor den Europawahlen die Bedeutung der Europäischen Union für den Wohlstand in Deutschland hervorgehoben. »Die Europäische Union ist von zentraler Bedeutung für deutsche Unternehmen und ihre Beschäftigten«, heißt es in einem gemeinsamen Appell. »Wir ermutigen alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger – hierzulande und in der gesamten EU –, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ein Zeichen für Europa zu setzen. Nur mit einer starken EU werden wir Wohlstand und Sicherheit für alle fördern.«

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft stünden für die europäische Integration und setzten sich für eine kluge und generationengerechte Weiterentwicklung der EU ein. »Wir erteilen allen Bestrebungen, Europa zu spalten und zu schwächen eine klare Absage.«

Bei den Europawahlen, die in Deutschland am 9. Juni stattfinden, wird ein Erstarken rechtspopulistischer Parteien befürchtet. Der Appell kommt von den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutsche Industrie- und Handelskammer und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks. 

Die Verbände fordern außerdem eine EU-Politik, die es den Unternehmen und Beschäftigten europaweit ermögliche, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. »Dazu gehört eine Schubumkehr bei bürokratischen Belastungen. Nur so können wir unseren Beitrag zu den europäischen Transformationsprozessen und für eine gute und generationengerechte Zukunft Europas leisten.« Die Wahlentscheidung am 9. Juni sei daher eine Entscheidung über die Weichenstellungen der künftigen europäischen Politik bei den wirtschaftlichen Kernthemen. 

© dpa-infocom, dpa:240602-99-243877/2