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Scheuer: Neues Krisentreffen zur Bahn am Donnerstag

Sie lässt Kunden zu oft warten, zu häufig gibt es Servicemängel: Die Bahn soll dem Bund als Eigentümer Vorschläge auf den Tisch legen, wie sie wieder in die Spur kommen kann - nur wie schnell ist das möglich?

Treffen
Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister (l), und Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister (l), und Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG. Foto: Britta Pedersen/Archiv

BERLIN.  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat für Donnerstag ein erneutes Krisentreffen mit der Spitze der Bahn angekündigt. Das sagte Scheuer an diesem Dienstag in Berlin nach einer Spitzenrunde mit der Bahn-Führung.

Es gehe um Maßnahmen, mit denen zügig Verbesserungen erzielt werden könnten. Die Kunden sollten schon im ersten Halbjahr Verbesserungen etwa bei der Pünktlichkeit der Züge sehen.

Scheuer nannte ein besseres Baustellen-Management, um Engpässe in den Griff zu bekommen. Die Politik sei außerdem daran, der Bahn eine »finanzielle Basis« zu garantieren. Einzelheiten nannte er zunächst nicht.

Bahnchef Richard Lutz hatte bei dem Treffen weitere Vorschläge gemacht, um Qualität und Pünktlichkeit zu steigern. Wie vorab bekannt geworden war, könnten die Auslandstochter DB Arriva verkauft und der Konzernvorstand erweitert werden.

Scheuer sagte, er stehe einem möglichen Verkauf von Arriva »offen« gegenüber. Dies sei am Dienstag aber noch kein Thema gewesen. Man müsse bei dem Thema in die Tiefe gehen, man werde ein »sehr interessantes« Unternehmen nicht leichtfertig auf dem Markt platzieren. (dpa)