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Luftholen nach Dax-Rekord - US-Schuldenstreit im Fokus

Der Dax hat am Montag seinem zuletzt guten Lauf etwas Tribut gezollt. An das vor dem Wochenende erreichte Rekordhoch kam er erst einmal nicht mehr heran, der weiter ungelöste US-Schuldenstreit erweist sich als Bremse. Zum Handelsschluss sank der deutsche Leitindex um 0,32 Prozent auf 16.223,99 Punkte. Am Freitag hatte er mit 16.331 Punkten noch den bisher höchsten Stand seiner Geschichte erklommen, war dann aber etwas zurückgefallen. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor am Montag 0,20 Prozent auf 27.584,27 Punkte.

Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen

An Europas Börsen gab der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,22 Prozent auf 4385,63 Zähler nach. Auch in Paris ging es moderat nach unten, der Handelsplatz in London indes schloss etwas höher. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa etwas nach, während die Technologiebörse Nasdaq einen moderaten Zuwachs verbuchte.

Unter den schwächsten Werten im Dax verloren Brenntag 1,4 Prozent. Die britische Bank Barclays hatte für die Aktien des Chemikalienhändlers wegen einer im Branchenvergleich hohen Bewertung den Daumen gesenkt. Tagessieger im Leitindex waren Commerzbank mit plus 2,4 Prozent.

Fraport gewannen an der MDax-Spitze drei Prozent. Der Flughafenbetreiber hatte Aktienrückkäufe für ein Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm beschlossen. Auf ein Rekordhoch stiegen die Titel von Gerresheimer, um mit plus 2,7 Prozent den Handel zu beenden. Die Experten der französischen Investmentbank Kepler Cheuvreux trauen den Papieren des Herstellers von Spezialverpackungen noch einiges zu. Schwach mit minus 6,2 Prozent präsentierten sich hingegen die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero.

Abseits der wichtigen deutschen Aktienindizes sprangen die Anteile von Borussia Dortmund auf den höchsten Stand seit September 2021 und schlossen mit einem Gewinn von gut 16 Prozent. Der Fußballverein hatte am zweitletzten Bundesliga-Spieltag den Rekordmeister Bayern München in der Tabelle überholt und hat nun beste Karten für die Meisterschaft.

Der Euro kostete zuletzt 1,0803 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0822 (Freitag: 1,0808) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9240 (0,9252) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,47 Prozent am Freitag auf 2,43 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 125,75 Punkte. Der Bund-Future notierte unverändert 134,00 Zählern.

© dpa-infocom, dpa:230522-99-779533/6