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Google bestätigt Einstieg ins Geschäft mit Falt-Smartphones

Faltbare Smartphones sind bisher ein Nischenmarkt - der größtenteils von Samsung besetzt wird. Doch der südkoreanische Konzern bekommt bald einen starken neuen Konkurrenten.

Falt-Smartphone
Das Smartphone Galaxy Fold von Samsung: Googles Smartphone soll aufgefaltet ein 7,6 Zoll großes Display haben - genauso groß wie beim Konkurrenz-Gerät. Foto: Martyn Landi
Das Smartphone Galaxy Fold von Samsung: Googles Smartphone soll aufgefaltet ein 7,6 Zoll großes Display haben - genauso groß wie beim Konkurrenz-Gerät.
Foto: Martyn Landi

Google hat bestätigt, dass der Internet-Konzern ein auffaltbares Smartphone herausbringen wird. In einem gestern veröffentlichten kurzen Video ist ein Telefon zu sehen, dass sich zu einem Tablet aufklappen lässt.

Details zum Gerät mit dem Namen Pixel Fold gab es zunächst nicht. Es wurde aber auf den 10. Mai verwiesen, an dem die Entwicklerkonferenz Google I/O am Hauptquartier in Mountain View stattfindet.



Nischensegment des Smartphone-Marktes?

Auch chinesische Anbieter stellten in den vergangenen Jahren faltbare Smartphones vor. Doch etwa Huawei wurde im internationalen Geschäft von US-Sanktionen gestoppt - und auch Geräte anderer Anbieter sind in eher kleinen Stückzahlen vor allem im Heimatmarkt China verfügbar. Ein großer Verfechter des Klapp-Smartphone-Konzeptes ist auch der zum Lenovo-Konzern gehörende Anbieter Motorola mit dem Razr.

Der US-Sender CNBC hatte im April berichtet, dass Googles Smartphone mit dem Namen Pixel Fold aufgefaltet ein 7,6 Zoll großes Display haben werde. Es wäre damit genauso groß wie beim Konkurrenz-Gerät Samsung Fold. Wenn es zusammengeklappt ist, werde man den 5,8 Zoll großen Bildschirm auf der Außenseite nutzen können.

Google hatte beim Betriebssystem Android, das der Konzern entwickelt, in den vergangenen Jahren die Unterstützung von Falt-Smartphones ausgebaut. Marktforscher gehen allerdings davon aus, dass die Geräte in den nächsten Jahren ein Nischensegment des Smartphone-Marktes bleiben werden, auch weil sie oft mehr als 1500 Euro kosten.

So rechnet die Analysefirma IDC für dieses Jahr zwar mit einem Absatzsprung von 50 Prozent auf 21,4 Millionen Falt-Telefone. Insgesamt dürften aber mehr als 1,2 Milliarden Smartphones verkauft werden. Für das Jahr 2027 erwarten die Marktforscher den Absatz von gut 48 Millionen faltbaren Smartphones - das wäre immer noch ein geringer Anteil am Gesamtmarkt von 1,37 Milliarden.

© dpa-infocom, dpa:230505-99-566047/5