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Fast tausend Flüge bei Streik in Italien ausgefallen

Streik in der Hauptreisezeit: 250.000 Reisende konnten gestern nicht fliegen, weil in ganz Italien im Flugverkehr gestreikt wurde. Ein Verbraucherschutzverband geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus.

Streik in Italien
Passagiere in Rom warteten am Samstag auf die Abfertigung ihrer Flüge während eines landesweiten Streiks. Foto: Gregorio Borgia/DPA
Passagiere in Rom warteten am Samstag auf die Abfertigung ihrer Flüge während eines landesweiten Streiks.
Foto: Gregorio Borgia/DPA

Bei dem landesweiten Streik im Flugverkehr in Italien gestern sind insgesamt fast tausend Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaften, die zu dem Ausstand aufgerufen hatten, verzeichneten im Nachgang außerdem eine fast hundertprozentige Beteiligung der Beschäftigten am Streik, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Gestreikt hatte das Bodenpersonal der Flughäfen, das unter anderem für Abfertigungs- und Check-In-Dienste zuständig ist. Betroffen waren auch Reisende aus Deutschland - mehrere Flüge wurden gecancelt.

Allein an den großen Flughäfen Italiens in Rom, Mailand, Neapel sowie Venedig wurden den Angaben nach mehrere hundert Flugverbindungen gestrichen. Rund 250.000 Passagiere waren betroffen. Der Verbraucherschutzverband Codacons gehe wegen der Ausfälle und Verspätungen von einem Schaden in Millionenhöhe aus, meldete Ansa weiter.

Zusätzlich zum Bodenpersonal haben ebenso die Piloten von Malta Air, die in Italien die Ryanair-Flüge steuern, sowie die Piloten und Flugbegleiter der Billigfluggesellschaft Vueling gestreikt. Nach einem Bahnstreik am Donnerstag war dies der zweite große Ausstand in Italien, der zu erheblichen Problemen im öffentlichen Verkehr geführt hatte. Die Streiks trafen das Mittelmeerland mitten in der Hauptreisezeit und während einer Hitzewelle mit hohen Temperaturen.

© dpa-infocom, dpa:230716-99-420459/2