Logo
Aktuell Wirtschaft

Eon kann sich Reparatur von Nord-Stream-Pipeline vorstellen

Kann die zerstörte Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 repariert werden? Der an der Gasleitung beteiligte Energiekonzern Eon zeigt sich grundsätzlich aufgeschlossen - einfach wäre es aber wohl nicht.

Energiekonzern Eon
Der Energiekonzern Eon ist mit 15,5 Prozent an der Nord Stream AG beteiligt. Foto: Mona Wenisch
Der Energiekonzern Eon ist mit 15,5 Prozent an der Nord Stream AG beteiligt.
Foto: Mona Wenisch

Der an der zerstörten Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 beteiligte Energiekonzern Eon kann sich eine Reparatur der Leitungen vorstellen. »Eine Reparatur der Leitungen wäre anspruchsvoll und würde die Klärung vieler Fragen erfordern: technisch, kommerziell und rechtlich. Eon geht davon aus, dass ein potenzieller Beschluss für oder gegen die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Nord Stream 1 im Shareholder Committee der Nord Stream AG getroffen werden würde«, sagte ein Eon-Sprecher am Mittwoch der Düsseldorfer »Rheinischen Post«. In dem Gremium sei Eon über seine Minderheitsbeteiligung vertreten.

Die Betreibergesellschaft Nord Stream AG habe den Anteilseignern bisher keinen Vorschlag für oder gegen die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Leitungsstränge zur Entscheidung vorgelegt, sagte der Sprecher weiter. Die Betreibergesellschaft untersuche und analysiere weiterhin die Schadenslage. Auch Eon sei an Aufklärung interessiert.

Eon ist mit 15,5 Prozent an der Nord Stream AG beteiligt. Die Beteiligung steht nach mehreren Abwertungen seit Ende September mit 100 Millionen Euro in den Büchern. Mehrheitsgesellschafter ist der russische Staatskonzern Gazprom.

© dpa-infocom, dpa:230308-99-875007/4