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Bundeskabinett befasst sich mit Dürre-Schäden

Dass das Wetter ihnen das Geschäft vermiest, gehört für Bauern zum Berufsrisiko. In diesem Jahr sind viele Betriebe aber buchstäblich ausgetrocknet. Nun entscheidet sich, ob auch der Bund mit Geld hilft.

Landwirtschaft
Ein Landwirt pflügt bei Nordhausen sein Feld. Foto: Frank May
Ein Landwirt pflügt bei Nordhausen sein Feld. Foto: Frank May

Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett hat sich mit den Dürre-Schäden in der Landwirtschaft befasst. Nach der Sitzung blieb zunächst offen, ob Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) Schäden von »nationalem Ausmaß« festgestellt hat. Dies ist Voraussetzung für mögliche Bundeshilfen.

Klöckner wollte das Kabinett über die amtliche Erntebilanz informieren. Der Bund kann den zuerst zuständigen Ländern nur beispringen, wenn die Schäden ein »nationales Ausmaß« erreichen. In die Bewertung sollen auch derzeit höhere Preise für Getreide einbezogen werden. Der Deutsche Bauernverband hat Unterstützung von einer Milliarde Euro gefordert. Zuletzt hatte der Bund 2003 wegen einer Dürre Hilfen gezahlt.

Angesichts der starken Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands fuhren die Bauern eine deutlich schlechtere Ernte ein. Bei Getreide ergebe sich in diesem Jahr eine Menge von 35,6 Millionen Tonnen und damit ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Deutsche Bauernverband mit. Hinzu kämen Einbußen bei Kartoffeln, Zuckerrüben und vor allem beim Anbau von Tierfutter.

Bundesagrarministerium zu Dürrehilfen

Erster Erntebericht des Bauernverbands vom 18. Juli

Zweiter Erntebericht des Bauernverbands vom 1. August

Rechtsgrundlage für Staatshilfen

Bundesagrarministerium zu Erntebilanzierung

Amtlicher Erntebericht 2017