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Zwei Menschen nach Konzert in Frankfurt ums Leben gekommen

Bei der Abreise von Besuchern eines Konzerts der Band Böhse Onkelz kommt es in Frankfurt zu chaotischen Szenen. Auf einem Gleis kommt es zu einem tödlichen Unfall.

Zug erfasst zwei Fußgänger in Frankfurt - beide tödlich verletzt
Eine 25-jährige Frau und ein 45 Jahre alter Mann sind in Frankfurt von einem Zug erfasst worden und gestorben. Foto: Chris Lorenz
Eine 25-jährige Frau und ein 45 Jahre alter Mann sind in Frankfurt von einem Zug erfasst worden und gestorben.
Foto: Chris Lorenz

Nach einem Rockkonzert im Frankfurter Fußballstadion sind in der Nacht zum Samstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Sie befanden sich nach Polizeiangaben auf den Gleisen in der Umgebung des Stadions im Südwesten der Stadt.

Der 45-jährige Mann und die 25-jährige Frau seien von einem als Sonderzug eingesetzten Regionalzug erfasst worden, sagte eine Sprecherin der für die Bahn zuständigen Bundespolizei.

Nach Angaben eines Frankfurter Polizei-Sprechers kommen die beiden Opfer aus Mecklenburg-Vorpommern. Die 25-Jährige und der 45-Jährige gehörten demnach zu einer größeren Gruppe, die sich nach dem Konzert auf dem Weg zum Parkplatz befand. Nach Angaben aus der Gruppe, habe man sich dabei aus den Augen verloren und später die beiden als vermisst gemeldet.

Bereits vor dem tödlichen Unfall gegen 23.40 Uhr waren nach Angaben der Bundespolizei Teilbereiche der Bahnstrecke gesperrt worden, weil mehrere Menschen im Anschluss an das Konzert der Rockband Böhse Onkelz in dem Stadion, dem »Deutsche-Bank-Park«, Gleise betreten hätten, sagte die Sprecherin.

Der Lokführer leitete nach Angaben der Ermittler noch eine Notbremsung ein, konnte den Unfall aber nicht verhindern. Anschließend wurde die gesamte Bahnstrecke für den Zugverkehr gesperrt. Beamte der Bundespolizei sicherten die Unfallstelle ab. Die Sperrung wurde gegen 2.00 Uhr in der Früh aufgehoben.

In dem Zug befanden sich nach Angaben der Polizei Frankfurt etwa 300 Fahrgäste, die die Bahn später verließen. Zeugen des Unglücks wurden von der Notfallseelsorge betreut. Die Frankfurter Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

© dpa-infocom, dpa:220724-99-140006/4