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Zwackende Fische nerven Urlauber in Spanien

Das Meer ist warm an der Costa Blanca. Das regt offenbar den Appetit von einigen Wasserbewohnern an - sehr zum Leidwesen von manchen Urlaubern.

Benidorm an der Costa Blanca
Sonnenhungrige am Strand von Benidorm. Foto: Manuel Lorenzo/DPA
Sonnenhungrige am Strand von Benidorm.
Foto: Manuel Lorenzo/DPA

In dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsort Benidorm an der Costa Blanca nerven derzeit wieder zwackende Fische die Badegäste. "Piranhas" am Strand von Benidorm", titelten einige spanische Medien humorvoll. Tatsächlich handelt es sich natürlich nicht um die berüchtigten südamerikanischen Flussfische, sondern um Bandbrassen.

Die 15 bis 25 Zentimeter langen Fische knabbern gerne an allem, was essbar ist, so auch an Warzen, Leberflecken oder verletzte Hautstellen. Bisweilen kann es sogar zu kleinen blutigen Verletzungen durch die scharfen Zähne der Fische kommen. Diesen Sommer hätten sich in Benidorm an manchen Tagen bis zu 15 Schwimmer mit solchen kleinen Verletzungen gemeldet, schrieb die Zeitung »La Opinión de Murcia«.

Ein Grund für den gesteigerten Appetit der Fische sei nach Einschätzung von Wissenschaftlern die im Zuge des Klimawandels höhere Wassertemperatur. Das beschleunige den Stoffwechsel der Fische, die deshalb auch mehr Nahrung benötigen, zitierte die Zeitung Alfonso Ramos, Forscher am Fachbereich Meereswissenschaften und Angewandte Biologie. Das Mittelmeer erwärmt sich in den vergangenen Jahren besonders schnell. Für Benidorm werden derzeit noch bis zu 27 Grad gemessen, im August waren es teilweise 30 Grad.

»La Opinión de Murcia«

© dpa-infocom, dpa:230906-99-95432/2