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Queen Elizabeth II. und ihre Corgis

Die Königin besaß von 1933 bis zu ihrem Tod 2022 immer mindestens einen Hund und züchtete sie auch.

Queen Elizabeth II. mit einem ihrer Corgis.
Queen Elizabeth II. mit einem ihrer Corgis. Foto: A0200 epa PA/dpa
Queen Elizabeth II. mit einem ihrer Corgis.
Foto: A0200 epa PA/dpa

LONDON. Königin Elizabeth II. starb am 8. September 2022 mit 96 Jahren. Im Laufe ihres Lebens hatte die Queen über 30 Corgis. Die britische Hunderasse, mit einem relativ kompakten Körperbau, kurzen Beinen und spitzen Ohren, gehörte neben den Pferden zu den Lieblingstieren der Monarchin. Zwischen 1933 und ihrem Tod 2022 besaß Elizabeth immer mindestens einen Corgi.

Wie viele Hunde besaß die Queen als sie starb?

Im Herbst 2022 soll Queen Elizabeth II. noch vier Hunde besessen haben: die beiden Corgis Sandy und Muick, einen Dorgi (also einen Mischling aus Corgi und Dackel) namens Candy sowie Lissy, einen Cockerspaniel. Letzteren soll die Königin erst Anfang 2022 adoptiert haben. Ein Novum, da die Queen bis dahin ausschließlich Corgis und Dorgis besessen hatte.

Wie hieß der erste Hund der Queen?

Elizabeths Vater, der spätere König George VI. brachte 1933 den ersten Corgi namens Dookie in den Haushalt. »Die Kinder leben mit ihren eigenen Hunden und den vielen Hunden ihrer Eltern zusammen, darunter Labradore und sogar eine tibetanische Rasse«, schrieb Kathleen Woodward 1937 in der Sunday Times. »Beide Kinder haben ihre eigenen Hunde und lernen, sich um deren Fütterung und Pflege zu kümmern.« Im Jahr 1935 wurde die Prinzessin dabei fotografiert, wie sie mit Dookie im Hyde Park spazieren ging. Zwei Jahre später stand sie als Elfjährige beim traditionellen »Trooping the Colour« auf dem Balkon des Buckingham Palace. Es war ihr erster Auftritt als Kronprinzessin – und in ihren Armen hielt sie einen Corgi.

Wie wurden die königlichen Corgis behandelt?

Die Mutter von Queen Elizabeth, die spätere Queen Mum brachte ihren Töchtern bei, die Hunde streng zu erziehen. Jeder hatte ein geflochtenes Körbchen und seinen eigenen Futternapf. Gefüttert wurde nach einer von Tierärzten entwickelten Diät und nicht mit Essensresten vom Tisch. Später genossen die Corgis von Queen Elizabeth II. allerdings ein ziemlich verwöhntes Haustierleben: Im Buckingham Palace schliefen sie in Weidenkörben in ihrem eigenen »Corgi Zimmer«. Laut »Pets by Royal Appointment«, einem Buch, das 2013 erschien, sollen die Hunde Steak- und Hühnerfilet gegessen haben, die von einem Koch zubereitet wurden. Die Königin fütterte sie oft auch selbst.

Mit welchem Hund begann die Corgi-Zucht der Queen?

Zu ihrem 18. Geburtstag bekam Elizabeth II. Susan. Susan war die Stammmutter von allen künftigen Corgis der Königin. Susan war sogar auf der Hochzeits- reise mit Prinz Philip dabei. 2015 berichteten Medien, dass die Königin beschlossen haben soll, zukünftig keine Hunde mehr zu züchten. Angeblich soll sie besorgt gewesen sein, ihre jungen Hunde zu überleben.

Bekamen die Kinder der Queen eigene Hunde?

Zunächst kümmerten sich Prinz Charles und Prinzessin Anne um Sugar, einen Welpen von Susan. An Weihnachten 1955 schenkte die Queen dem damals 7-jährigen Charles und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Prinzessin Anne die Welpen Whisky und Sherry, Nachkommen von Sugar.

Wie hießen die anderen Corgis der Queen?

Carol, Crackers, Ranger, Sugar, Smoky, Monty und Holly sind nur einige der Corgis. Die BBC hat eine fortlaufende Liste der Dorgis geführt: Tinker, Pickles, Chipper, Piper, Harris, Brandy, Berry, Cider, Candy und Vulcan.

Welche Zwischenfälle gab es mit den Hunden?

1999 wurde ein Hausangestellter der Queen entlassen, weil er bei Partys alkoholische Getränke in das Futter der Hunde gemischt hatte, um die betrunkenen Hunde herumtaumeln zu sehen.

Wen trafen die Beißattacken der Corgis?

Die Königin selbst und mehrere Palastangestellte wurden durch Hundebisse verletzt. 1954 traf es Leonard Hubbard, dem königlichen Uhren-Aufzieher, der von Sandy gebissen wurde, als er das Kinderzimmer betrat. Im gleichen Jahr wurde ein Polizist gebissen, der im Palast Wachdienst hatte. 1968 fordert der Labour-Abgeordnete Peter Doig, am Schloss Balmoral ein Warnschild anzubringen, nachdem dort ein Briefträger von den königlichen Hunden gebissen wurde. 1989 engagierte die königliche Familie einen Tierpsychologen, um den Hunden das Beißen des Personals abzugewöhnen.

Kämpften die Corgis untereinander?

1989 führte Ranger, der Hund von Queen Mum mit mehreren anderen Corgis einen Angriff gegen Chipper, den Hund der Königin und tötete diesen. 1991 wurde die Königin gebissen und mit drei Stichen an der Hand genäht, als sie versuchte einen Streit zwischen zehn ihrer Corgis zu beenden. 2003 wurde Pharos, ein Nachkomme von Sandy in zehnter Generation von Dottie, dem Englischen Bullterrier von Prinzessin Anne angegriffen und getötet.

Wo wurden die Corgis der Königin abgebildet?

1983 erhielt die Königin bei einem Staatsbesuch der Kaimaninseln eine Corgi-Skulptur aus schwarzen Korallen. Auf ihrem Schreibtisch standen Porzellanskulpturen von Hunden. Karikaturisten bilden sie regelmäßig mit ihren Hunden ab und auch im Madame Tussauds steht ihre Wachsfigur mit einem Corgi. 2019 kam ein Animationsfilm über einen Corgi der Queen heraus.

Wo sind die Hunde der Queen begraben?

Alle Hunde des Königshauses werden im königlichen Anwesen Sandringham in Norfolk beerdigt. Der erste Hund, der dort bestattet ist, ist Noble, der Collie von Königin Victoria, der 1887 starb.

Wer kümmert sich um die überlebenden Hunde der Königin?

Der beim König in Ungnade gefallene Prinz Andrew hat die Pflege der Corgis übernommen. (GEA)